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Beziehungsmedium Internet

Die Möglichkeiten, die das Internet zum Knüpfen und Pflegen von Beziehungen bietet, haben mich schon immer fasziniert. 2006 schrieb ich meine Diplomarbeit zum Thema "Beziehungsmedium Internet", in der ich - im Kontext des Fachgebietes Christliche Gesellschaftslehre - den "Lebensraum Internet" als Beziehungsraum analysierte. Das war vor 3 1/2 Jahren. Damals hatten "Soziale Netzwerke" wie Facebook, StudiVZ oder Twitter noch kaum Relevanz. Als "Beziehungsmedien" untersuchte ich vor allem Online-Communities und Chats - und ich sah eine große Chance für die christlichen Kirchen, wenn sie in diesen "Beziehungsräumen" Präsenz zeigen. Durch größere technologische Möglichkeiten entwickelte sich rund um das "Soziale Web" in den letzten Jahren ein regelrechter Boom. Facebook & Co. verändern nicht nur die Art und Weise, wie wir unsere Beziehungen pflegen, sie bieten völlig neue Möglichkeiten und Wege der Kommunikation. Dabei vermischen sich verschieden Internet-Technologien (Chats, Foren, Email etc.) und ermöglichen den Benutzern die gleichzeitige Verfügbarkeit von aktiven und passiven Kommunikationsmöglichkeiten unter einer gemeinsamen Oberfläche. Am Konzept von Facebook fasziniert mich, dass es mir möglich ist, mit vielen Freunden "in Echtzeit" in Verbindung bleiben zu können, die im so genannten "Real Life" nicht immer greifbar sind. Außerdem habe ich auf einer weltweiten Plattform die Chance, Menschen aus allen Erdteilen kennen und schätzen zu lernen. Soziale Netzwerke haben meinen Alltag verändert. Der tägliche Blick auf Facebook (den ich auch sehr schnell über mein Handy erledigen kann) gehört schon zur Routine. Bei aller Begeisterung über die neuen Möglichkeiten - diese neuen Plattformen bergen auch Risiken und Gefahren. Welche Folgen die zunehmende Öffentlichkeit des Privaten haben wird, ist noch nicht abschätzbar. "Soziales Networking" erfordert jedenfalls einen behutsamen Umgang mit der eigenen Privatsphäre. Darüber hinaus stehen hinter Plattformen wie Facebook handfeste wirtschaftliche Interessen. Vor allem der Handel mit "Digital Identities" steht hier im Vordergrund - deshalb sollte man gerade bei einer Facebook-Mitgliedschaft sehr genau überlegen, welche Informationen man angibt und welche nicht. Für die christlichen Kirchen sehe ich vielfältige Möglichkeiten, an diese neuen Entwicklungen des Internet anzudocken. Möglicherweise eröffnet sich mit sozialen Netzwerken ein völlig neuer Raum pastoralen Wirkens. P.S.: Lesetipp: http://derstandard.at/fs/r1253807948086/Digitale-Beziehungen - DerStandard.at beschäftigt sich in einem Themenmonat "Digitale Beziehungen" mit dieser Thematik.
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Twitter Trackbacks for Beziehungsmedium Internet | ThemaTis

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Karl-Heinz Kronawetter

Lieber Michael! Gerade wenn es spannend wird, hört dein Bericht auf. Nenn uns doch ein paar konkrete Möglichkeiten, wie die christlichen Kirchen im social web "andocken können". Karl-Heinz
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andrea

Lieber Karl-Heinz, ich finde ja, dass diese Frage eine komplexe Angelegenheit ist. Und drum glaube ich, dass es fein wäre, wenn wir hier öfter mal über dieses Thema schreiben - und auch Erfahrungen austauschen. Insofern die Frage zurück: Wo siehst du die Möglichkeiten der Kirche im Web 2.0? Aber ein paar Links habe ich schon dazu, ganz ad hoc: Deutsche, recht umfassende Studie http://www.kirche-im-web20.de/ Xing-Gruppe https://www.xing.com/net/internetkirche/ meine Linksammlung dazu http://delicious.com/andrea.me/Kirche2.0 Aber versprochen - das Thema bleibt Thema auf ThemaTisch ;-) LG Andrea
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andrea

@Michael: Gibts deine Diplomarbeit eigentlich irgendwo online? Würde mich echt interessieren, kann aber natürlich auch in die Uni-Bibliothek gehen ....
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michael

@Karl-Heinz Freilich ist da noch viel Raum zum Weiterdenken. @Andrea: Kann dir meine Dipl.Arbeit gern als .pdf schicken - ist halt schon 3 1/2 Jahre alt, was in der Internet-Welt eine "Welt" ist ;-)
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Twittagessen bringt d'Leut zsamm | ThemaTisch Blog-

[...] belegen aber das Gegenteil, meist vergrößert Internetnutzung die Vielfalt sozialer Kontakte, ein Beziehungsmedium [...]