Der Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull (Danke, Copy-Paste!) spuckt Asche und die Flugwirtschaft steht still. Selbst FernsehmoderatorInnen fällt der Umgang mit diesem Namen schwer.
Doch eigentlich will ich über Ernsthafteres als Ausspracheprobleme schreiben: Als eine, die Fliegen innerhalb Europas sowieso unnötig findet (und in den letzten Jahren gemütlich mit dem Zug in Kopenhagen, Rom und Berlin war), kann ich mir ein bisschen Freude über den Stillstand der Flüge nicht verhehlen. Klar ist aber auch, dass das natürlich im Einzelfall ziemlich blöd sein kann, keine Frage. Im Standard findet sich ein bemerkswerter Kommentar der Anderen von Heinz Högelsberger (ehemals Global 2000), der angereichert mit Fakten in dieselbe Kerbe schlägt.
Zwei Drittel aller Abflüge vom Flughafen Wien-Schwechat gehen über Distanzen von weniger als 900 Kilometer; also typische Nachtzugentfernungen. Doch das europäische Schienennetz - immerhin gibt es noch 215.000 Kilometer - wird immer mehr ausgedünnt. Zwischen 1970 und 2000 gingen im Bahnsektor innerhalb der EU-15 mehr als eine Million Arbeitsplätze verloren. Dieser Kahlschlag rächt sich nun.Brauchen wir mehr Vulkane mit unaussprechlichen Namen?
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