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Familie

Echt fair - Gewalt ist nie ok - Wanderausstellung zum Thema Gewalt in der Familie

Leider gehört die gesunde Watsch'n noch immer zu einer akzeptierten Erziehungsmethode in der österreichischen Gesellschaft. Derzeit gibt es vor allem für Schulklassen von 17.01. bis 31.01. eine Ausstellung zum Thema, Gewalt in der Familie und Erziehung im Wiener Stadtschulratfoyer.

Das positive Konzept von „Echt Fair“ und die spielerische interaktive und alle Sinne ansprechende Gestaltung der Ausstellung bietet auch umfassend Möglichkeiten für LehrerInnen im Unterricht das Thema Prävention von erlebter Gewalt in der Familie und im sozialen Nahraum nachzubesprechen.

Wohin die Wanderausstellung nachher geht ist leider nicht ersichtlich gewesen. Eine Tour durch die Landeshauptstädte könnte aber sicher zu empfehlen sein. In Graz und Linz, sowie Innsbruck und Salzburg könnte doch auch Station gemacht werden. Für die SchülerInnen und LehrerInnen wäre dies sicher eine Bereicherung für den Schulalltag. Doch auch für Familien wäre dies sicher eine spannende Idee.

Lesen als Teil der Familienkultur - eine Antwort auf PISA von Mag. Ulrike Kneidinger, SPIEGEL-Elternbildung

Schule alleine trägt nicht die Verantwortung – auch die Eltern sind gefordert.

Mehr als jeder vierte österreichische Jugendliche (28 Prozent) gehört zur Gruppe der „Risikoschüler“: 25.000 verlassen pro Jahr die Schule, ohne sinnerfassend lesen zu können. 15 Prozent gehören in allen drei PISA-Kompetenzbereichen –Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften – zur Risikogruppe. Dafür allein dem Schulsystem, in dem es viele engagierte LehrerInnen gibt,  die Schuld zuzuschreiben würde heißen, von den tiefgreifenden Problemen unserer Gesellschaft abzulenken. Das alleinige Heil in der Gesamtschule zu suchen, greift ebenfalls viel zu kurz.

Der Tag der Mütterideologie

Am Sonntag ist wieder Muttertag. Für mich ein ganz ambivalenter Tag. Ich habe selbst keine Kinder, also nur Bezug zu diesem Tag, dass ich jedenfalls meine Mutter anrufe, wenn es irgendwie geht, treffe und sie auch ein kleines Geschenk bekommt. Wenn es passt, wird sie von mir bekocht - das aber sowieso öfter im Jahr, dafür braucht es keinen Anlass, genausowenig wie bei vielen anderen Alltäglichkeiten und auch Nicht-Alltäglichkeiten in unserer Beziehung. 

Irgendwie geht es bei den unterschiedlichen Zugängen zum Muttertag, darum, ob es wirklich diesen Anlass braucht, danke zu sagen. Da meine ich, wie auch Sonja Riha in der Linzer Kirchenzeitung, dass der Tag zum Alibi verkommt, wenn da sonst nichts ist an Aufmerksamkeit. Aber genauso wie beim Valentinstag lassen sich da schon auch positive Anknüpfungen finden, vielleicht braucht es auch solche Tage, um gerade dann, wenn Mutter und Tochter wie in meinem Fall 100 km voneinander entfernt leben, die Beziehung wieder mal zu pflegen. Neue, reflektierte Formen wären aber dazu nötig, denn wie Wilma Steinbacher im gleichen Beitrag in der Linzer Kirchenzeitung anmerkt, verkommt der Muttertag immer mehr zum "Fest des Profits".