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Fußball

Deutschland gegen England in Lego

Dass ich kein so Fußball-Fan bin, habe ich hier schon erzählt. In 12 Tagen ist es vorbei. Aber immer wieder gibts Dinge, die mich trotzdem entzücken und interessieren. So denke ich, dass man_frau diese beiden Videos einfach gesehen haben muss. Die Fußball-Partie Deutschland - England ist in Lego nachgebaut. Und ein Lego-Fan bin ich schon ;-)

Beide Videos habe ich via MarxBlog entdeckt, wo es auch mehr Infos dazu gibt und auch Links zu weiteren solchen Nettigkeiten. 



Der männliche Fußballgott tummelt sich wieder

Selbst ich, die da einen hohen Wahrnehmungsfilter "eingebaut" hat, kann an der Tatsache, dass die Männerfußball-WM ansteht nicht vorbei. Alle meine Medienkanäle, online wie offline, sind voll mit dem Thema. Manchmal nervt mich das, manchmal finde es ganz amüsant, weil ich somit Einblicke in eine mir fremde Welt bekomme. Und sowas macht dann doch neugierig, drum hier einige Beobachtungen: Gott Fußball 1138532687_7a2577ba1b_mAls Theologin fällt mir natürlich auf, dass sich die Beiträge zu Kirche und Fußball und zur theologischen Relevanz von Fußball in dieser Zeit häufen. Vermutlich steht Fußball paradigmatisch für eine Populärkultur, die durchzogen ist von kulturellen Momenten der Religionen, an deren Mustern sie partizipiert. Ansgar Kreutzer* vertritt die These, dass sich im Fußballsport "die durch Zweckrationalität geprägte Gesellschaft" das "Scheitern ihres eigenen Machbarkeitsmythos" in mythisch-ritueller Form inszeniert. Da überrascht es dann nicht, dass die ganze Palette religiösen Vokabulares im Sprechen über Fußball vorkommt. Allerdings wäre es verfehlt deswegen und wegen religiöser Verhaltensformen am Fußballplatz Religion und Fußball 1:1 zu identifizieren. Beim Fußball ist es nie klar, wer gewinnt. Beim Fußball wird eine "Sensibilität für das Unverfügbare" sichtbar, dass nur Religion und Theologie kultivieren können. Mit dieser Wahrnehmung kann ich mich auch als eine, die noch nie am Fußballplatz war, identifizieren. Männerfußball Es ist schon bemerkenswert, dass alle von der "Fußball-WM" sprechen und damit die Männerfußballweltmeisterschaft meinen als ob Frauen gar nicht Fußball spielen würden. Darin wird meines Erachtens besonders deutlich wie sehr die gesellschaftliche Wahrnehmung noch immer geprägt ist von der Wahrnehmung des Männliches als das Normale, die Regel und dem Weibliches als die Ausnahme, dem Sonderfall. Dazu sei im Kontext des oben zum Gott Fußball gesagten die unlängst leider verstorbene feministische Theologin Mary Daly mit ihrem bekanntesten, aber immer wieder bedenkenswerten Satz zitiert: "Wenn Gott männlich ist, ist das Männliche Gott".**

Das Ypsilon im Juni

Das Ypsilon, das Männermagazin der Katholischen Männerbewegung ist da. Diesmal gibts es u.a. ein Interview mit dem ehemaligen zweiten Nationalratspräsidenten Heinrich Neisser ("Soziale Gerechtigkeit ist die Umsetzung der Menschenwürde"), der Frage der Töchter der "neuen Väter" wird nachgegangen und passend zur kommenden Fußballweltmeisterschaft wird dieses Thema aus theologischer Perspektive aufgegriffen. Und, und, und ... es gibt noch viel mehr zu entdecken: