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Hauptschule

Für eine inklusive Schule der 10- bis 14-Jährigen

 Es tut sich wieder was in Fragen der Bildungspolitik. Heftig wird derzeit in den Medien über die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen diskutiert. Eine neue Facebook-Gruppe initiert von ThemaTisch lädt dazu ein, dafür auch Gesicht zu zeigen. 

Eigentlich ist es mir egal, ob das Gesamtschule oder inklusive Schule heisst, wichtiger ist meiner Meinung nach was drinsteckt. Mit dem Begriff "Gymnasium für alle" kann ich weniger anfangen, weil da implizit eine Abwertung der Hauptschulen ausgesagt ist. Schule Trotzdem ist es Ministerin Karl zu danken, dass sie die Debatte angestossen hat. 

Es muss um eine Schule für alle Kinder gehen, eine Schule, die so gestaltet ist, dass sie der Unterschiedlichkeit der Kinder gerecht wird und sie dort fördert und unterstützt, wo sie es eben brauchen. Apropos gerecht - ich bin davon überzeugt, dass eine inklusive Schule ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit wäre. Klar, auch diese Schulform löst nicht alle Probleme, aber es wäre doch ein Weg der Schulpolitik in die richtige Richtung, wie Beispiele aus dem Ausland zeigen. Noch immer entscheidet die Herkunft der Kinder über die Bildungsbiografie - und diese dann zumeist über sehr viele Chancen im Leben.

Ich selbst bin in die Hauptschule gegangen, in den ersten Klassenzug und dann weiter in ein Oberstufenrealgynasium bis zur Matura. Das mit den Klassenzügen gibt es ja heute Gott-sei-Dank nicht mehr, dieses Modell wurde von den Leistungsgruppen abgelöst.

Von Maxi, Marco und dem Weg zu einer gerechten Schule: Bildung ist nicht automatisch gut und gerecht

Foto: martinwaubke Der Broschüre "Auf dem Weg zur gerechten Schule" (Download als pdf), herausgegeben von der Arbeitsgruppe Bildungsgerechtigkeit der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), steht die Geschichte von Maxi und Marco voran. Beide sind eigentlich gute Schüler - und doch haben sie unterschiedliche Chancen, weil entschieden wurde, dass Maxi ins Gymnasium geht und Marco in die Hauptschule. Und sie kommen aus unterschiedlichen Elternhäusern. Da wird wirksam, dass die Bildung der Eltern die Tendenz der Bildung der Kinder bestimmt. Nur ein Viertel der Kinder, deren Eltern als HilfsarbeiterInnen arbeiten, besuchen die AHS-Oberstufe oder die BHS (24,8%), während dies drei Viertel (74,3%) der Kinder aus Familien tun, deren Eltern hochqualifizierte Tätigkeiten ausüben.