
Eigentlich ist es nicht zu glauben. Österreich, eines der reichsten Länder der Welt - und ein Land in dem für Banken offenbar noch immer genug Geld da ist, ist auch nach jahrelanger Debatte nicht fähig, für alle eine bedarfsorientierte Mindestsicherung sicherzustellen. Denn das jetzt beschlossene Modell mit diesem nach ist nach der
Armutskonferenz eine
"Sozialhilfereform mit Mindestsicherungselementen". Die
Katholische Sozialakademie Österreich findet deutliche Worte: "Die Bundesregierung beschließt eine 'Ent-Sicherung'" und "Bewusst wird die Höhe so niedrig angesetzt, dass Menschen in Armut leben müssen. Die einen werde de facto für ihre Situation bestraft. Die anderen, die noch über existenzsichernde Erwerbsarbeit verfügen, werden dadurch ermahnt."
Die Höhe der Mindestsicherung beträgt 733 € und das gibt es nur 12 und nicht 14 Mal. 733 € liegen
unter der offiziellen Armutsgrenze, was
Mario Dujakovic dazu veranlasst in seinem Blog zu fragen: "Vielleicht ist ja mein ökonomisches/mathematisches “Fachwissen” ja “zu begrenzt” um so etwas zu verstehen, aber ist diese Maßnahme dann nicht sinnlos? Oder noch präziser: Ist die Höhe der Mindestsicherung nicht viel zu niedrig angesetzt worden, um ihren Zweck zu erfüllen? Die Armut in Österreich zu beseitigen oder zumindest zu lindern".