Lesen als Teil der Familienkultur - eine Antwort auf PISA von Mag. Ulrike Kneidinger, SPIEGEL-Elternbildung
Schule alleine trägt nicht die Verantwortung – auch die Eltern sind gefordert.
Mehr als jeder vierte österreichische Jugendliche (28 Prozent) gehört zur Gruppe der „Risikoschüler“: 25.000 verlassen pro Jahr die Schule, ohne sinnerfassend lesen zu können. 15 Prozent gehören in allen drei PISA-Kompetenzbereichen –Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften – zur Risikogruppe. Dafür allein dem Schulsystem, in dem es viele engagierte LehrerInnen gibt, die Schuld zuzuschreiben würde heißen, von den tiefgreifenden Problemen unserer Gesellschaft abzulenken. Das alleinige Heil in der Gesamtschule zu suchen, greift ebenfalls viel zu kurz.
Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet
Eigentlich denke ich mir, nicht auf jede Kritik an der Kirche muß ich reagieren. Beim ersten Überfliegen des aktuellen Kommentars in der KUPF-Zeitung zur katholischen Kirche ist mir das auch gleich wieder eingefallen. Doch dann habe ich die "Gnackwatschn" nochmal gelesen und angefangen mich immer mehr zu ärgern. Nicht weil da jemand schreibt, der nicht an Gott glaubt und die Kirche kritisiert. Auch nicht, weil jemand zum Kirchenaustritt aufruft. Nein, das finde ich wichtig und es hat notwendig Platz in der Öffentlichkeit einer pluralen Gesellschaft: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst" (Voltaire). Ich kann mich an so manche spannende und herausfordernde Diskussion mit ProtagonistInnen eben dieser Position erinnern, auch in der KUPF.
Gute Arbeit?
Gute Arbeit (decent work) bedeutet sichere Arbeit, bei der grundlegende ArbeitnehmerInnen-Rechte eingehalten werden. Es bedeutet adäquates Einkommen, soziale Absicherung, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Planbarkeit, usw. usw.
Von all dem können leider viele Berufsgruppen nur träumen, auch Künstler/innen gehören hier dazu. Wie es einer jungen Künstlerin beim Berufseinstieg ergeht zeigt Christina Scherrer in ihrem Musikkabarett. "Du kannst mich haben - (aber nicht) um jeden Preis!" heißt ihr Programm. Ein Abend mit Texten und Liedern über Leid und Lust, Hausfrauen, die für George Clooney schwärmen, tabubrechende Schriftstellerinnen und Geld, das man in der Kunst einfach hat oder nicht hat. Zu sehen am 17. Juni 2010 um 19.00 Uhr im Treffpunkt mensch&arbeit Linz-Mitte, Sophiengutstraße 18, 4020 Linz
