Ausweg liegt in der breiten bischöflichen Beauftragung für die (sakramentale) Arbeit in den Pfarrgemeinschaften
Die Forderungen der Pfarrer-Initiative stehen unter der Headline „Ungehorsam“. Dieses Wort und eine solche aufrechte Haltung ist für die derzeitige römische Hierarchie ein absolutes „NO-GO“! Ich will hier gar nicht philosophieren über das Faktum der „Selbstbestimmung“. Die Gesellschaft bräuchte heute viel mehr Ungehorsam gegenüber „Mainstreams“ mit menschen- und schöpfungsverachtenden Folgen.
Rom wird keine der Forderung der Pfarrer-Initiative in allernächster Zeit erfüllen. Die Bischöfe sind dem absoluten Gehorsam verpflichtet. Ein starr-hierarchisches Kommunikationssystem hält die Bischöfe in Schach. Wer den Kopf hebt, hat ihn verloren.
Alle befinden sich in einer Sackgasse, die sie selbst als solche nicht so sehen wollen und können.
Deshalb sehe ich einen gangbaren Ausweg, Kompromiss, der für beide kurzfristig gangbar sein müsste, um die Seelsorge in den Pfarrgemeinschaften erhalten zu können:
1.Die Forderungen der Pfarrer-Initiative bleiben weiter aufrecht und bieten die mittelfristige Perspektive.
"Kirche der Zukunft muss nahe bei den Menschen sein"
Die Kirche der Zukunft muss nahe bei den Menschen sein und Partei für die Machtlosen ergreifen. Dies betonte die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) der Diözese Linz, Margit Hauft, bei einer Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks in Salzburg. Die Linzer KA-Präsidentin rief die LaienchristInnen dazu auf, sich stärker als Teil der Kirche wahrzunehmen und in den Pfarrgemeinden selbst Verantwortung zu übernehmen. Mündige ChristInnen sollten in ihren Pfarren "mitreden" dies fördere den Dialog und die kritische Loyalität, sagte Hauft. Das Motto der engagierten ChristInnen müsse dabei lauten: "Ich engagiere mich nicht für die Kirche, sondern als Kirche".
Gründe für die "Lähmung" der ChristInnen sieht die Linzer KA-Präsidentin in der Angst, etwas falsch zu machen, oder im Zweifel an der eigenen Kompetenz. Mit den Worten "Warum soll ich mir das antun?" würden ChristInnen oft das eigene Engagement im Kirchenleben ablehnen, erinnerte Hauft. Es brauche etwas Mut, um in einer Pfarrgemeinde etwas zu bewegen: "Wer sich einsetzt, setzt sich auch aus".
Hauft identifizierte in ihrem Vortrag drei Gruppen von Kirchenmitgliedern. Jene, die sich im Grunde wohl fühlen und Verbesserungsmöglichkeiten zwar sehen, aber als nicht so wichtig erachten. Eine zweite Gruppe, die der Kirche für die Zukunft zwar keine Chance mehr gibt, aber dennoch dabei ist. Und jene ChristInnen, die sich, so Hauft, "beunruhigen lassen, weil sie sehen, was zu tun ist".
