Sinn

Der 3. März ist der Tag des arbeitsfreien Sonntag

Sonntag

... und ich habe dazu passend dieses wirklich nette Pic entdeckt (Quelle), das zwar aufs Wochenende verweist, aber die Sache doch ganz klar auf den Punkt bringt: Wir brauchen alle miteinander eine Auszeit von Alltag.

Die KAB der Diözese St. Pölten weist in einer Aussendung auf die zunehmende Bedrohung des Sonntags hin und fordert einen EU-weiten Schutz des arbeitsfreien Sonntags. 

Arbeitsfreier Sonntag: Kein Anlaßfall oder doch Salamitaktik? Zu den Aussagen von Wirtschaftskammerpräsident Leitl

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In der heutigen OÖ. Krone kritisiert Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl in einem Interview den Fastenhirtenbrief von Bischof Schwarz. Ihn erzürnt die Aussage, dass "zunehmende Begehrlichkeiten der Wirtschaft" den arbeitsfreien Sonntag bedrohten. Dafür gebe es keinen aktuellen Anlass. Leitl stehe hinter der Vereinbarung mit dem emeritierten Bischof Aichern, dass "der Sonntag kein Alltag, sondern ein Tag der Ruhe, des Innehaltens und der menschlichen Begegnung" ist.

Sehr geehrter Herr Dr. Leitl, wenn das stimmt, dann frage ich mich ...

Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung Oberösterreich im Linzer Landhaus

Landauf, landab wird derzeit zum Fastensuppenessen geladen. Denn die Katholische Frauenbewegung meint "Teilen macht stark" und unterstützt im Rahmen der Aktion Familienfasttag entwicklungspolitische Projekte. Heute gab es das Benefiz-Suppenessen im Linzer Landhaus. Hier einige Impressionen (erstmals nicht nur Fotos, sondern auch ein selbstproduziertes Video), da weitere Informationen zur erfolgreichen Veranstaltung.

Lecker waren sie die Suppen - aber wenn es für eine gute Sache ist, schmeckt es nochmal so gut!

Weitere Videos: Mittagsgebet und Bericht von Brigitte Handlbauer über eine kfb-Sensibilisierungsreise nach Nordostindien

Teilen macht stark.

plakat familienfasttagDie Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung (KFB) verbindet den Gedanken des Fastens mit dem Gedanken des Teiles - und damit des Empowerments von Frauen in den Ländern des Südens. Seit 1958 wird eingeladen, als Zeichen der Solidarität mit hungernden Menschen nur eine Suppe oder eine einfache Speise zu essen und das dadurch ersparte Geld für Hilfsprojekte zu spenden. Das Motto "Teilen macht stark" macht deutlich, dass so nicht nur entwicklungspolitischen Projekten (heuer in Indien, auf den Philippinen und in Kolumbien) unterstützt werden, sondern dass die bewusste Wahrnehmung manchen Überflüsses hier in Westeuropa für uns selbst ein wichtiger Reflexionsschritt ist. So oft ist die Rede von einer Welt, so selten gibt es wirklich verbindende Schritte. Wie notwendig diese sind, macht auch das heurige Schwerpunktthema der mit dem Familienfasttag verbundenen Bildungsarbeit deutlich: Es geht um den Klimawandel, der auf die Länder des Südens noch fatalere Auswirkungen hat als auf uns in Europa. 

Fasten: Auf dem Weg zur Fülle

„Fasten“ und „Fülle“ – könnte glatt ein Widerspruch sein. Stimmt. Wenn man Fülle als "Völlern", "Saufen" oder "Fressen" versteht, so wie es Jesus unterstellt wurde (Mt 2,19: „Der Menschensohn ist gekommen, er ißt und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen“). Aber, das sagt der zweite Halbvers: Und doch hat die Weisheit recht bekommen.

Wie ist das nun mit dem Fasten und der Fülle?

Fasten kann sehr traditionell als Verzicht auf gewisse Lebensmittel oder
Dinge verstanden werden. Es gibt viele im Trend liegende Optionen:
Twitter-Fasten, Stress-Fasten, Autofasten… Auf welches Ziel hin, könnte eine sehr hilfreiche Frage sein. Ich verstehe Fasten als „Sich-Lösen“ von Dingen oder Gewohnheiten, die etwas sehr Schönes und Wertvolles be-Schatten oder verhindern: Leben in Fülle (Joh 10,10: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu
vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“).
Die Elberfelder Bibel kennt noch eine Steigerung von „Fülle“: „Überfluss“ („damit sie Leben haben und esin Überfluss haben“). Toll, welche lebensbe-ja-hende Botschaft Jesus rüberbringen wollte:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben – in Überfluss!

Aschermittwoch oder das Bewusstsein der strukturellen Sünde fehlt

Abnehmen. Mehr Bewegung. Gesünder ernähren. Keinen Alkohol. Wieder mehr Zeit für die Familie. Das Gebet, die Bibel wieder in das Leben einbauen. Zeichen der angebrochenen Fastenzeit. Viele Menschen machen sich auf den Weg, körperlich, mental und spirituell. Ich stelle fest, dass viele dieser “Umkehr-Aspekte” individueller Natur sind. Dabei braucht die Gesellschaft als Ganze die Umkehr zu ethischem Verhalten, zu einem ethischen und solidarischen Handeln. Hier passieren die größten Sünden. Sünde bedeutet Absondern von einer jesuanisch geprägten Gesellschaftsdynamik, wie sie in der Bergpredigt angedeutet wird.”
Nicht nur individuell, sondern auch strukturell umkehren
Das Autofasten zum Beispiel beinhaltet diesen Aspekt. Es kommt darauf an, das ganze Mobiblitätssystem zu hinterfragen und auf Veränderungspotentiale hin zum Gehen, zum Fahrradfahren und zum offentlichen Verkehrsmittel anzuschauen. Das Auto zerschneidet unsere Lebenswelten und entstellt unseren Blick auf Nähen und Distanzen.
Prof. Michael Rosenberger hat im OÖN-Interview zum Aschermittwoch 2010 ebenfalls dazu aufgefordert, die strukturelle Schieflage der Gesellschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Gemeinwesen darf und muss sich von Tendenzen lösen, die Solidarität, Gerechtigkeit und Zusammenhalt zerstören.
Interview mit Michael Rosenberger:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,337784

Die 10 Gebote animiert

Die 10 Gebote sind wohl (hoffentlich!?) so ein bekannter kultureller Code, dass sie selbst für Menschen, die nicht so gut englisch können, in dieser Sprache verständlich sind. Ich habe (via Reliblog) eine schöne typografische Animation davon entdeckt. Enjoy!

The Ten Commandments - motion (kinetic) typography from Vit Ryznar on Vimeo.

Twitter-Fasten

Autofasten [auf ThemaTisch, Homepage, Facebook, Twitter] ist ja schon ein innovativer Ansatz des Fastens. Es geht dabei um eine Form von zeitgemässen Konsumverzichts und damit ein Zeichen für sanfte Mobilität und gegen den Klimawandel.

Jana Herwig alias Digiom, Medienexpertin und Universitätsassistentin an der Uni Wien, hat sich nicht nur für den Verzicht auf Alkohol, Zucker und Fleisch entschieden, sondern verzichtet bis Ostern auch auf das Twittern und hat das nicht nur im Blog, sondern auch mittels einer letzten Meldung in diesem Kurznachrichtendienst mitgeteilt.


twitterfasten

Autofasten - eine Einladung

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Jedes Jahr laden die Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche zum Autofasten ein, diesmal in der Zeit von Aschermittwoch 17. Februar bis Karsamstag 03. April 2010. Und zwar nicht nur Leute mit Auto, sondern auch solche, die keines haben, aber aktiv für sanfte Formen der Mobilität eintretenund  ihr eigenes Mobilitätsverhalten überprüfen wollen. So bietet die Website von Autofasten auch für Angemeldete auch eine eigenes Mobilitätstagebuch. Zudem gibts auch was zu gewinnen (in Oberöstereich eine Jahreskarte des OÖVV und ein MegaTicket der LinzLinien) - wer das aber alles genau wissen will, hat neben dem Autofasten-Newsletter, der über die Website bestellbar ist, noch andere Möglichkeiten.

Damit ihr Hoffnung habt. 2. Ökumenischer Kirchentag in München

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Vom 12. bis 16. Mai 2010 werden mehr als 100.000 Menschen am 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in München teilnehmen. Christinnen und Christen aller Konfessionen sind
eingeladen, sich zu beteiligen: an der Suche nach Antworten auf drängende politische Fragen, an kontroversen Diskussionen über die Zukunft unserer Erde, an Schritten aufeinander zu in der Offenheit der Begegnung, am gemeinsamen Gebet, am Fest des Glaubens. Das Motto "Damit ihr Hoffnung habt" ist dem 1. Petrusbrief im Neuen Testament (Kapitel 1, Vers 21) entlehnt.

Die Katholische Aktion (KA) organisiert in Zusammenarbeit mit dem Forum der
christlichen Kirchen in Oberösterreich eintägige Busfahrten zum
ÖKT nach München
(Detailierte Informationen im PDF-Folder, Veranstaltung auf Facebook). Aber auch eine Teilnahme an mehreren oder allen fünf Tagen ist möglich.

Aktuelle Informationen gibt es neben der Homepage auf Facebook-Seite des Ökumenischen Kirchentages und via Twitter.

Schluss mit lustig ...

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… oder wie eine Gesellschaft zunehmend an Humor verliert. Von Zeit zu Zeit gehe ich Schwimmen, zum Einen weil es Spaß macht und zum Anderen um etwas für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Offenbar hatten an jenem Tag auch einige andere diese Idee, somit war ich bei weitem nicht der einzige im Schwimmbecken des Hallenbads.

Fans für die Ökumene gesucht!

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Seit einigen Wochen gibt es eine eigene Facebook-Fanseite für die Ökumene - gerade passend zur aktuellen Weltgebetswoche für die Einheit der Christinnen und Christen. Dort gibt es regelmässige Infos und Interessantes zum Thema und die Möglichkeit sich auszutauschen. Derzeit sind es 238 Fans, aber ich habe den Eindruck es werden täglich mehr. Gut so - denn die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen kann jede Ermutigung gut brauchen. Join us! 

Foto: bogenfreund

Wo war Gott in Haiti?

Wie kann ein guter Gott so etwas zulassen? Angesichts der Bilder aus Haiti stellt sich diese Frage zu Recht. Warum trifft es immer die Ärmsten? Warum verschwindet das Thema nach einigen Wochen Sensationsberichten in den Medien dann wieder in der Versenkung? Was ist das für ein Gott, der selbst die, die aus dem Schutt gerettet wurden, danach verdursten und verhungern lässt?

"Wenn wir an Christus glauben, müssen wir auch an die Einheit der Christen glauben"

"Wenn wir an Christus glauben, müssen wir auch an die Einheit der Christen glauben" sagt der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, der seit 1. Jänner den Vorsitz im "Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich" (ÖRKÖ) übernommen hat. Von 18. bis 25. Jänner findet "Weltgebetswoche für Einheit der Christen" statt, die Anlass ist die Zusammenarbeit, aber auch Trennung der christlichen Kirchen zu reflektieren - und vielleicht weitere gemeinsame Schritte zu gehen. In allen Bundesländern finden ökumenische Gottesdienste statt, in Linz am Donnerstag, 21. Jänner um 18.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche mit Superintendent Dr. Gerold Lehner, Dompfarrer Max Strasser und allen Konfessionen.

Jahreswechsel

Immer, wenn der 1. Jänner naht, gehen damit viele Dinge einher. Manche machen sich Vorsätze fürs neue Jahr, manche blicken zufrieden oder auch nicht zufrieden zurück auf das vergangene Jahr. Für viele sind damit ein paar arbeitsfreie Tage verbunden, vielleicht eine Feierstunde in der Kirche oder eine Party zu Silvester. Es gibt genug Menschen, die sich ein (Jahres-)Horoskop erstellen lassen oder sich die Zukunft auf andere Weise vorhersagen lassen. Für viele bedeutet der Jahreswechsel auch viel Arbeit oder einfach nur Veränderung.

So ganz sang- und klanglos (das geht schon schwer wegen der Feuerwerke) geht das Jahresende bzw. der Jahresanfang an fast niemandem vorbei.

Das Kirchenjahr beginnt ja schon früher, aber dennoch gibt die Veränderung der Jahreszahl auch Gelegenheit, noch einmal auf das vergangene Jahr zurückzublicken und das neue Jahr willkommen zu heißen. Macht es Sinn, das zu tun? Ich denke ja. Zurückschauen kann ja mehr sein, als an der Vergangenheit zu hängen. Der Blick rückwärts kann bedeuten, sich mit nicht mehr Veränderbarem zu arrangieren auf eine Weise, die gut tut. Das heißt nicht automatisch, dass ich es toll finden muss, dass etwas nicht geglückt ist. Aber mit einem „Ja“ zu mir und dem, was mir widerfahren ist, bin ich zufriedener als mit einem „Nein“ oder einem „Vielleicht“. Ein „Ja“ zum vergangenen Jahr und all dem, was sich zugetragen, verändert oder auch nicht verändert hat eröffnet mir neue Räume.

Reinhold Niebuhr, ein US-amerikanischer Theologe, formulierte einen ähnlichen Gedanken 1943 so:

Gott,
gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit,
das eine von dem andern zu unterscheiden.

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