Gute Arbeit?
Gute Arbeit (decent work) bedeutet sichere Arbeit, bei der grundlegende ArbeitnehmerInnen-Rechte eingehalten werden. Es bedeutet adäquates Einkommen, soziale Absicherung, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Planbarkeit, usw. usw.
Von all dem können leider viele Berufsgruppen nur träumen, auch Künstler/innen gehören hier dazu. Wie es einer jungen Künstlerin beim Berufseinstieg ergeht zeigt Christina Scherrer in ihrem Musikkabarett. "Du kannst mich haben - (aber nicht) um jeden Preis!" heißt ihr Programm. Ein Abend mit Texten und Liedern über Leid und Lust, Hausfrauen, die für George Clooney schwärmen, tabubrechende Schriftstellerinnen und Geld, das man in der Kunst einfach hat oder nicht hat. Zu sehen am 17. Juni 2010 um 19.00 Uhr im Treffpunkt mensch&arbeit Linz-Mitte, Sophiengutstraße 18, 4020 Linz
Wer, wenn nicht wir? Wo, wenn nicht hier? 72 Stunden ohne Kompromiss
Österreichs größte Jugendsozialaktion, das ist 72 Stunden ohne Kompromiss, ein Projekt der Katholischen Jugend in Kooperation mit youngcaritas und Ö3, das heuer wieder von 21.-24. Oktober 2010 stattfindet. Mitmachen können Jugendliche von 14 bis 25 Jahre, eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Zeitgleich arbeiten nach den Erfahrungen der Vorjahre etwa 5000 Jugendliche in 400 Einzelprojekten mit sozialer, entwicklungspolitischer oder ökologischer Ausrichtung mit und leisten damit einen konkreten Beitrag für Veränderung. Heuer liegt der Schwerpunkt angeregt durch das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung besonders bei Einzelaktionen, die für dieses Thema sensibilisieren und auch arbeitslose und sozial schwächer gestellte Jugendliche werden besonders eingebunden. Denn bei 72 Stunden ohne Kompromiss gibt es nicht nur viel zu tun, sondern auch viel zu lernen: Gelebte Solidarität und Gemeinschaft verändert!
Hinaus ins Leben – Ein halbes Jahr Freiwilligkeit in Indien
Heute Abend war ich im Pfarrsaal Ottensheim bei einem Bildvortrag der jungen Ottensheimerin Theresa Baumgartner, die von Okotber 2008 bis März 2009 im Waisenhaus „Daddy’s Home“ in Andhra Pradesh, Indien, ein paar Monate ihres Lebens verbrachte. In diesem Haus, dem eine Schule angeschlossen ist, finden verstoßene Kinder oder Alte, Straßenkinder, HIV-Kranke und andere, die es in der indischen Gesellschaft schwer haben, Zuflucht und eine neue, sehr große Familie.
Viele Bilder und Textfolien, die Theresa’s Aufenthalt dokumentierten, haben mich tief berührt. Nicht, weil ich noch nie gesehen hatte, wie einfach, ärmlich und trotzdem freudig Menschen leben. Sondern deshalb, weil ich einige zwar nicht neue, aber dennoch vertiefende Erkenntnisse aus diesem Vortrag ziehen konnte:
In diesem Waisenhaus leben Hindus, Christen und Moslems problemlos zusammen. Es werden katholische Messen und ebenso hinduistische bzw. muslimische Feste gefeiert. Wenn ich an die Situation in Europa denke, wo Pseudo-ChristInnen gegen die drohende Gefahr, die von anderen Kulturen und Religionen ausgehe, hetzerische Kampagnen betreiben, dann denke ich mir: Von den einfachen und armen Menschen könnten wir lernen, denn für diese Menschen in Indien zählt nur eines: eine große Familie zu sein, in der jede und jeder seinen Teil dazu beiträgt, dass alles gut läuft.
