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Der arbeitsfreie Sonntag auf Facebook

Der arbeitsfreie Sonntag hat nun auch eine eigene Fanpage auf Facebook, als Initiative von ThemaTisch.at. Aktuell ist dort ein Zitat von Robert Spaemann zu lesen: "Was kostet uns der Sonntag? Die Frage selbst ist schon der entscheidende Anschlag auf den Sonntag. Der Sonntag ist nämlich gerade dadurch Sonntag, dass er nichts kostet und - im ökonomischen Sinne - nichts bringt. Die Frage, was sein Schutz als arbeitsfreier Tag kostet, setzt nämlich voraus, dass wir gedanklich den Sonntag bereits in einen Arbeitstag erwandelt haben". Ich weiss, dass es im Internet manchmal recht schnell gehen kann, aber damit hatte ich nicht gerechnet, innerhalb von nicht mal zwei Wochen gibt es mehr als 230 Fans - was sehr erfreulich ist, weil der arbeitsfreie Sonntag und generell die Frage nach geregelten gemeinsamen freien Zeiten ein wichtiges Thema ist. Dahinter steckt letzlich die Frage, ob der Mensch mehr ist als ökonomische Verwertung. Na, wenn das kein Grund ist, Fan des arbeitsfreien Sonntag zu werden ;-) Der arbeitsfreie Sonntag ist Thema für alle Gliederungen der Katholischen Aktion, aber besonders für die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung.
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michael

Soziale Netzwerke bieten auch die Möglichkeit, wesentliche Anliegen wie den arbeitsfreien Sonntag zu propagieren. Ich bin jedenfalls Fan! LG Michael
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Ich tu was! Ich kaufe nicht am 8. Dezember ein. | ThemaTisch

[...] die Facebook-Seite für den arbeitsfreien Sonntag habe ich hier ja schon [...]
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Nathanael

Wieso eigentlich der Sonntag und nicht der Samstag? Denn in der Bibel steht geschrieben:
Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der HERR, dein Gott, es dir geboten hat! (5. Mose 5:12)
Und Jesus sagt:
Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. (Matthäus 5:17)
Oder halten Katholiken nichts von der Bibel dem Wort Gottes? LG Nathanael
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andrea

Klar halten KatholikInnen was von der Bibel. Das hoffe ich zumindest ;-) Ich verstehe das mit dem Sonntag so, dass es nach der Ostergeschichte der Tag ist, wo Jesus auferstanden ist und darum ChristInnen im Unterschied zu JüdInnen diesen Tag als Feiertag feiern. Insofern bleibt das "Am 7. Tage sollst du ruhen", aber es verändert sich der Tag dafür. Gleichzeitig aber sind ja auch die 3 Tage vom Karfreitag bis Ostersonntag eher symbolische 3 Tage (heilige Zahl!), weniger eine historische Nacherzählung, denn - soweit ich das als Nicht-Exegetin weiss - sind da die historischen Fakten eher dünn, die Geschichten in der Bibel sind symbolisch aufgeladene Glaubensgeschichten der ersten ZeugInnen, die ja gar nicht den Anspruch hatten einen historischen Bericht zu liefern. Ich finde aber deine Frage ganz berechtigt, warum sich gerade der Sonntag zu diesem besonderen Tag entwickelt hat für ChristInnen. Wenn Wikipedia zu glauben ist, dann war es wohl eine Anpassung an das Umfeld, die Inkulturation, eine Herausforderung, der sich die ChristInnen früh stellen mußten.
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Nathanael

Danke Andrea, dass Du so toll und ausführlich geantwortet hast. Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel mit den Festtagen der Christen und schaue mir das in der Bibel an. Auf jeden Fall sehr interessant. Mach weiter so, mir gefällt der Thematisch! LG Nathanael