Nachdem ich den Link zur KA-Initiative Engagieren statt Resignieren auf Twitter gepostet habe, schreibt mir boenald zurück:
Ja, das stimmt schon irgendwie. Vor einem Jahr hat die Katholische Jugend mit der Aktion Aufbauen statt Abhauen etwas ähnliches gemacht. Und nicht wenigen ist das Kirchenvolksbegehren und der folgende (soweit ich weiss ziemlich ergebnislose) Dialog für Österreich noch in Erinnerung. Ja, es stimmt, dass es fad ist, dass immer wieder das selbe gesagt wird zur Kirche und sich wenig verändert. Die Forderungen der Katholischen Aktion wären ja sehr konkret und, vorausgesetzt der Wille ist vorhanden, auch rasch umsetzbar. Es wären, davon bin ich überzeugt, Schritte in die richtige Richtung. Beachte: Konjunktiv!
Und doch, lieber Bernhard, es stimmt nicht. Kirche verändert sich ständig und erlebe hier als Mitarbeiterin der Katholischen Aktion und überall, wo ich so bin, eine kritische, menschenfreundliche, sinnstiftende Kirche. Eine Kirche, die lebendiger ist, als das Bild von ihr.
Heinz Mittermayer schreibt als Beitrag auf Engagieren statt Resignieren:
Darum Engagieren – sich einbringen – mit Leib und Seele für ein gerechteres Miteinander – nicht um der Kirche willen sondern um der Menschen willen.
Ja! Genau, genau darum geht es. Kirche ist nicht Selbstzweck, sondern Gemeinschaft von Menschen um der Menschen willen. Und wenn das nicht entscheiden im Mittelpunkt steht, muss an den Strukturen der Kirche gerüttelt werden - solange bis sie sich ändern.
Dass darin ein Stück Hoffnung wider alle Hoffnung steckt, ist richtig. Aber genau das haben wir Ostern gefeiert. Auferstehung meint, dass das Unmögliche möglich werden kann. So schreibt Helmut Außerwöger:
Ich engagiere mich in der Kirche, weil ich darauf vertraue, dass in diesem Haufen Asche, die Glut des Evangeliums zu finden ist.
