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Mit einem Paukenschlag gegen die Gewalt an Frauen

Mit lautem Trommeln machten Schülerinnen der landwirtschaftlichen Fachschule Kirchschlag auf ein Thema aufmerksam, das normalerweise nur hinter verschlossener Tür existiert und totgeschwiegen wird: Gewalt gegen Frauen. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen hisste die Katholische Frauenbewegung in Oberösterreich zusammen mit der Diözesanen Frauenkommission eine Flagge mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“. Sie wird bis zum 10. Dezember hängen bleiben und macht auf die internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" aufmerksam. Jede fünfte Frau erlebt Gewalt in ihrem eigenen Zuhause. Gewalt ist vielfältig in ihrer Erscheinung. Zum einen die körperliche Gewalt. Erst am Wochenende erzählten meine Schwiegereltern von einer Frau, die ihren Mann wegen Gewalt in der Ehe angezeigt hat. Gewalt gegen Frauen bedeutet aber auch psychische Gewalt: Beschimpfen, bedrohen, unterdrücken, einsperren. Wieder tauchen verschiedene Situationen vor meinem geistigen Auge auf – eine Frau, die jahrelang um Geld betteln musste, damit sie Kleidung für die gemeinsamen Kinder kaufen konnte. Oder Frauen, die von ihrem Mann lächerlich gemacht werden. Ich bin erschrocken und entsetzt, wie viele persönliche Beispiele mir zum Thema Gewalt gegen Frauen einfallen, wenn ich darüber nachdenke. Aus meiner Sicht geht es darum, sensibel für das Thema zu werden, es nicht totschweigen und unter den Teppich zu kehren. Genauso lautstark darauf aufmerksam zu machen wie die Schülerinnen mit ihren Trommeln. Es muss ein Bewusstsein entstehen für die vielen Formen von Gewalt, die Frauen angetan wird, so dass mehr Frauen ihr Schweigen brechen können. Professionelle Hilfe und Beratung gibt es unter der Frauenhelpline für Opfer von Gewalt: 0800 222 555 Bericht auf der Homepage der Diözese Linz
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Lisa

Kürzlich frage ich meine Lehrerin, warum sie so traurig ist. Es entsteht ein Gespräch an dessen Ende sie mir gesteht, dass sie zum zweiten Mal schwanger ist und ihr Mann will, dass sie wie schon bei ihrer letzten Schwangerschaft wieder "das Baby wegmachen soll". Im neuen Jahr war ich neugierig, weil sie irgendwie anders auf mich gewirkt hat. Sie erzählte mir, sie hätte es tun müssen. Dabei kommt ihre Traurigkeit zurück. Und nicht viel später erzählte sie mir, dass er in den Weihnachtsferien sein Kind aus erster Ehe für mehrere Tage besucht hat, und sie im Hotel nebenan ihre Eltern getroffen hat. Wahnsinn!!!! Ich kann mir gar nicht vorstellen wie schlimm das ist, dazu gezwungen zu werden und dann noch zu sehen, wie er mit "seinem" Kind spielen geht.
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katrin

Das Beispiel demonstriert eindrücklich, wie wichtig der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen ist. Keine Frau darf zu solch einer essentiellen und einschneidenden Entscheidung wie der einer Abtreibung gezwungen werden!