Sparen als Chance? Zum Westring

Heute wird im OÖ. Landtag (Videolink) darüber diskutiert, die Medien sind voll davon. Soll der Westring in Linz gebaut werden oder nicht? Die Bundesregierung hat dieses milliardenteure Verkehrsprojekt auf die Sparliste gesetzt und manche empören sich darüber. Nun finde ich vieles, was jetzt eingespart werden soll, auch höchst problematisch, weil ungerecht und unsozial - mit dem Westring verhält es sich aber anders. Das ist eine Transitautobahn durch Linz inklusive Tunnel und neuer Donaubrücke, die mehr Individualverkehr schaffen wird als bisher und für keines der Mobilitätsprobleme im Großraum Linz wirklich eine Lösung ist. Zum Westring hat auch Bernhard, Steiner, Vizepräsident der Katholischen Aktion Oberösterreich im Rahmen der Lichtblicke letzte Woche Stellung bezogen:

Der "Sparzwang" beim Westring ist die einmalige Chance, die Verkehrspolitik Oberösterreichs zu überdenken: Ist Individualverkehr auf Basis fossiler Energien wirklich zukunftsweisend? Wäre es nicht viel günstiger und effizenter öffentlichen Verkehr, gerade in die Umlandgemeinden, massiv auszubauen und damit gerade PendlerInnen eine wirkliche Alternative anzubieten? Ist nicht längst schon bekannt, dass die Verbesserung von Gehwegen und der Bau von Radwegen mehr Arbeitsplätze schafft als der Bau von Strassen und Autobahnen?
Einladung zum gemeinsamen Kinobesuch: The Social Network
Die Idee wurde gestern im ThemaTeam geboren. Viele wollen den Film ja sowieso sehen - also warum nicht gemeinsam ins Kino gehen und danach in gemütlich drüber plaudern? ThemaTisch lädt herzlich ein, sich am Di. 12. Oktober um 18.30 Uhr im City-Kino, Linz, den Film "The Social Network" gemeinsam anzusehen, danach ist im Stern für uns ein Tisch reserviert. Also auch eine Gelegenheit, sich "in real life" auszutauschen!
Die Karten bitte selbst vorreservieren (0732/77 60 81 oder online). Bitte via Facebook ;-) anmelden oder hier einen Kommentar hinterlassen, damit ich in etwa weiß für wieviel Leute wir einen Tisch brauchen.
Linz braucht vieles. Was Linz aber nicht braucht, ist eine Stadtwache.
Linz braucht vieles. Was Linz aber nicht braucht, ist eine Stadtwache, beschönigend jetzt Ordnungsdienst genannt. Ab morgen Donnerstag, 8. April bis 6. Mai kann die unabhängige BürgerInnen-Initiative gegen eine Stadtwache in Linz am Magistrat und in jeder Bürgerservicestelle unterschrieben werden. Ins Leben gerufen wurde diese Initiative von etwas 40 AktivistInnen, viele aus der freien Kunst- und Kulturszene in Linz. Stadtwache bedeutet nicht nur die Investition öffentlicher Gelder am falschen Platz, sondern ist auch ein Weg zu Gleichmacherei. Alles, was nicht dem Schema 08/15 entspricht soll künftig keinen Platz mehr im öffentlichen Raum haben.
Ungewöhnliche Wege
Foto: Ferdinand Kainder
Ferdinand Kainder startet Anfang Februar seinen neue Arbeit als Leiter der Citypastoral und Koordinator der Region Linz für die Katholische Kirche. Er GEHT das in ungewöhnlicher Weise an: Mit STADT_pilgern. Ab Donnerstag, 21. Jänner, wird er 10 Tage lang die 46 Pfarren und pastoralen Knotenpunkte, mit denen er künftig zusammenarbeiten wird, erGEHEN. In Gesprächen mit den MitarbeiterInnen vor Ort und bei zufälligen Begegnungen will er "eintauchen" in die lokalen Gegebenheiten. Seine Erfahrungen bloggt er täglich auf http://kaineder.wordpress.com/, wie er es auch schon während seiner Pilgerreise nach Assisi getan hat (dazu auf ThemaTisch).
Ich bin zwar keine, die es gross mit dem Gehen und Wandern hat, aber diese Idee finde ich eine richtig Gute. Vor Ort lässt sich vermutlich mehr über die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen an die Kirche herausfinden als nur in Sitzungen oder übers Lesen sachlicher Studien. Die Kirche ist für die Menschen da.
