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Arbeit

Gedanken zur Genderproblematik

Hier ein Bericht von meinem privaten Blog:

Ich habe mich in letzter Zeit ein wenig mit dem Thema Rassismus und Geschlechterungleichheiten auseinandergesetzt. Sicher auch aus dem Grund, da ich gerade einen Genderkurs auf der Universität besuchen darf. Dabei ist mir einiges in den Kopf gekommen und ich habe mich ein wenig im Internet dazu umgesehen. Es ist zum Beispiel erwiesen das Jobs die normalerweise von Frauen ausgeführt werden, WENIGER GUT BEZAHLT sind als Jobs von Männern. Doch meiner Ansicht nach beginnt das Genderdilemma schon in der Kindheit, ja sogar schon im Säuglingsalter. Mädchen bekommen rosa Spielzeug und Gewand, Burschen bekommen blaues. So wird zum Beispiel ein männliches Kleinkind schief angesehen wenn es neben dem Papa einen Spielzeugkinderwagen mit Puppe darin schiebt. Da fragen doch tatsächlich dann andere Personen:" Hat der keinen Spielzeugbagger oder kein Auto? Der wird ja schwul wenn er mit Puppen spielt!" Das ist doch total hrinrissig, solche Aussagen entbehren jeder Vernunft oder Grundlage. In den Köpfen unserer Gesellschaft ist dies jedoch so stark verhaftet das Burschen die mit Puppen spielen später mal Schwul würden, das ist schon eine Art von Abwertung, ja das ist Teil von Rassismus. Schwule sind eine Rasse die noch immer ausgegrenzt werden. Gibt es dazu schon Untersuchungen ob sich die spätere Jobwahl mit dem Spielzeug in der Kleinkindphase zu tun hat? Oder anders gefragt: Werden Mädchen die mit Autos spielen und eine Spielzeugeisenbahn, bzw. Elektronikbaukasten haben eher Technikerinnen? Kommen sie so dann zu besser bezahlten Jobs und es gäbe mehr Gleichgewicht in unserer Gesellschaft bei der Gehaltsverteilung zwischen Mann und Frau?

7. Oktober - Decent Work Day

Mit einer Karten-Verteilaktion macht die KAB (Kath. ArbeitnehmerInnen Bewegung) österreichweit auf den Welttag für menschenwürdige Arbeit aufmerksam. Die KAB OÖ war ebenfalls aktiv - auch ich hab heute Karten verteilt und "einen guten Arbeitstag" gewünscht und so manches freundliche Lächeln und ein "Ihnen auch" zurückbekommen. Eine sympatische Aktion, um wieder einmal auf die Bedeutung von GUTE ARBEIT aufmerksam zu machen!

Soziales Europa - wohin? Herausforderungen durch prekäre Arbeit und working poor

Von 18.-24. Juli 2010 fand die 5. Frauen-Sommerakademie in Herzogenrath (Deutschland) statt. Die Frauenvernetzungs-Veranstaltung der Kath. ArbeitnehmerInnen Bewegung mit Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz setzten sich intensiv mit diesem herausfordernden Thema auseinander. Eine der Referentinnen war die Sozialexpertin und Vizepräsidentin des European Anti Poverty Networks, Dr. Michaela Moser aus Wien.

Gute Arbeit?

Gute Arbeit (decent work) bedeutet sichere Arbeit, bei der grundlegende ArbeitnehmerInnen-Rechte eingehalten werden. Es bedeutet adäquates Einkommen, soziale Absicherung, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Planbarkeit, usw. usw.

Von all dem können leider viele Berufsgruppen nur träumen, auch Künstler/innen gehören hier dazu. Wie es einer jungen Künstlerin beim Berufseinstieg ergeht zeigt Christina Scherrer in ihrem Musikkabarett. "Du kannst mich haben - (aber nicht) um jeden Preis!" heißt ihr Programm. Ein Abend mit Texten und Liedern über Leid und Lust, Hausfrauen, die für George Clooney schwärmen, tabubrechende Schriftstellerinnen und Geld, das man in der Kunst einfach hat oder nicht hat. Zu sehen am 17. Juni 2010 um 19.00 Uhr im Treffpunkt mensch&arbeit Linz-Mitte, Sophiengutstraße 18, 4020 Linz

 

Arbeit FAIRteilen

Unter diesem Titel fand am 20. April 2010 der 94. Sozial-Stammtisch mit Erich Foglar, Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes statt. Die Wirtschaftskrise hat viele negative Auswirkungen, eine davon ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit. Nur mit einer Verteilung der Überstunden und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen kann dies aber nicht gelöst werden. Die Frage der Erwerbsarbeit muss umfassender verstanden werden, so der ÖGB-Präsident Erich Foglar.

Nachtrag zu ArbeitsFAIRteilung

Rund ums Thema Arbeit / Arbeitslosigkeit / Umbewertung von Arbeit gibt es einiges nachzulesen in Information-Diskussion, Ausgabe Februar 2010. Interessant finde ich die Beiträge über komplementäre Arbeitsformen, integrative Leitvisionen, neue Arbeit usw. Diese Visionen weiten den Blick über die Erwerbsarbeit hinaus auf andere Arbeitsbereiche (Reproduktionsarbeit, Bürgerarbeit z. B.) und zeigen, dass Veränderungen des  "Mobile-Teilchens" Erwerbsarbeit nur im größeren Zusammenhang diskutiert werden können.

ArbeitsFAIRteilung

"Bevor i d'Hackn verlier, hab i liaba Kurzarbeit", sagte gestern ein Verwandter zu mir. Bereits im Vorjahr hatten sie in seiner Firma Kurzarbeit. Immer wieder verlängert dauerte sie letztendlich das gesamte Jahr, als Alleinverdiener mit drei Grundschulkindern wurde es finanziell spürbar enger - aber es war zum Auskommen.

Kurzarbeit kann bedeuten, vorhandene Arbeit fair aufzuteilen und: sie kann den Blick öffnen für das Leben außerhalb der Erwerbsarbeit. Ich vermute, so mancher kam auf den Geschmack und merkte plötzlich, wie angenehm es ist, wenn die Berufsarbeit nicht das ganze Leben frisst.

Also warum nicht generell weniger erwerbsarbeiten? Es gibt genug andere, notwendige  Arbeit, die getan werden muss, damit unser Leben und unsere Gesellschaft gut funktioniert. Dass sich Kurzarbeit (= kürzere Normalarbeitszeit) organisieren lässt, hat das vergangene Jahr gezeigt. Also bleibt die Frage nach dem Willen zur Umsetzung. Und die Frage nach einem angemessen Einkommen zum Auskommen. Doch diese Frage stellt sich für viele so oder so.

"Gute Arbeit"

Wie arbeiten wir eigentlich? Müssen wir so arbeiten? Wie wollen wir zukünftig arbeiten? Was kann aus christlicher Sicht „Gute Arbeit“ genannt werden?

Dazu eine Vision zur Arbeit von Frithjof Bergmann : „Für die Zukunft ist es notwendig, eine Arbeit zu finden, an die man glaubt und die man gerne tut und nicht mehr oder minder erleidet. Eine Arbeit, die erhebt statt zu erniedrigen, die belebt, statt bedrückt, die Kraft gibt, anstatt die Seele auszusaugen.“


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Seit 2002 gibt es die Kampagne „GUTE ARBEIT“, die von KAB und Betriebsseelsorge  getragen wird. Die zur Kampagne gehörende Website http://www.gutearbeit.at wurde nun neu gestaltet.

GUTE ARBEIT soll eine gesellschaftliche Diskussion anregen, die die Arbeitswelt in all ihren Zusammenhängen einschließt. Dabei soll die einseitige Fixierung auf die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt und aufgebrochen werden: Der Mensch steht im Mittelpunkt von Arbeit und Wirtschaft. Es geht dabei um einen Schritt zu mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt Österreichs.

Im Zentrum stehen neben dem Kriterium der Wirtschaftlichkeit
• die Würde des Menschen: Gute Arbeit muss als sinnvoll erlebt werden können.
• die Verteilungsgerechtigkeit: Gute Arbeit ermöglicht Existenzsicherung für alle.
• die Umweltverantwortung: Gute Arbeit gestaltet und schützt die Welt.