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Gesellschaft

Nachbarschaftshilfe 2.0

Echt eine nette Sache, leider bisher nur in den USA: Auf http://neighborgoods.net/ können Dinge des Alltags verliehen und ausgeliehen werden, die Website macht das Matching (via).  Nachbarschaftshilfe 2.0! Ich hoffe mal, dass das auch zu uns kommt, denn macht ja nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch viel Sinn. Weniger Güter müssten produziert werden - das klappt allerdings nur, wenn eine Mentalität des Benutzen-Könnens und nicht den Haben-Müssens im Vordergrund steht.

How NeighborGoods Works from sparky rose on Vimeo.

Soziales Europa - wohin? Herausforderungen durch prekäre Arbeit und working poor

Von 18.-24. Juli 2010 fand die 5. Frauen-Sommerakademie in Herzogenrath (Deutschland) statt. Die Frauenvernetzungs-Veranstaltung der Kath. ArbeitnehmerInnen Bewegung mit Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz setzten sich intensiv mit diesem herausfordernden Thema auseinander. Eine der Referentinnen war die Sozialexpertin und Vizepräsidentin des European Anti Poverty Networks, Dr. Michaela Moser aus Wien.

Nuklearexplosionen vertont - Vor 65 Jahren fielen die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki

Die Nuklearexplosionen von 1945 bis 1998 hat der japanische Künstler Isao Hashimoto vertont und visualisiert (via). Die ästhetische Qualität dieser Arbeit steht im krassen Gegensatz zu den verarbeiteten Inhalten. Mir ist damit deutlich geworden, dass es viel mehr Atomtests gegeben hat, als ich bislang angenommen habe: 2053.

Am 6. August ist der Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima. Verschiedene Friedensgruppen fordern aus diesem Anlass zum wiederholtem Mal eine atomwaffenfreie Welt und organisieren Aktionen in ganz Österreich, die ökumenische Friedensbewegung Pax Christi betont in ihrer Stellungnahme, dass Worten auch endlich Taten folgen müssen:

65 Jahre nach den Atomwaffenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki verzögern die Atommächte immer noch die vollständige und unumkehrbare Abschaffung von Atomwaffen. Pax Christi appelliert daher zum Jahrestag der der Bombardierung der japanischen Großstädte Hiroshima und Nagasaki alle Verhandlungen und Initiativen zum Verschrotten bestehender Atomwaffenarsenale konsequent weiterzuführen und verbindliche Vereinbarungen eines Zeitplanes für die Abschaffung aller Atomwaffen voranzutreiben.

Zynische Interpretation der Ereignisse auf der Loveparade durch Eva Herman

Eigentlich sehe ich das wie Sascha Lobo: Ferndiagnosen, noch dazu von Nicht-Fachleuten, sind im Falle des kathastrophalen Ausgangs der Loveparade in Duisburg unangemessen. Das einzige, was ich wirklich sagen kann, ist, dass ich den Angehörigen der Getöteten mein Beileid ausspreche, den Verletzten gute Besserung wünsche und mir wünsche, dass Strategien entwickelt werden, dass Grossveranstaltungen nicht so tragisch enden.

Aber jetzt muss ich doch noch was was sagen:

Wenn die Autorin und ehemalige Fernsehmoderatorin Eva Herman die Loveparade als "Sodom und Gomorrha" bezeichnet, als "riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie", dann schwingt da mit, dass die Betroffenen selber schuld sind, wenn sie auf so eine Party gehen. Zitat:

Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!

Das ist eine ähhnliche Argumentation wie mit den Hurrican in New Orleans und den Bordellen oder dem Erdbeben in Haiti und dem Voodoo-Kult - Aussagen von Pfarrer Wagner, die von der Katholischen Kirche vehement zurückgewiesen wurden.

Lichtblicke - Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft am 5. November 2010

Auf Facebook haben sich schon die ersten angemeldet, im KA-Büro sind schon viele Schachteln mit Flyern und Plakaten gelandet - damit wird es auch Zeit, die Veranstaltung Lichtblicke der Katholischen Aktion Oberösterreich im Herbst hier anzukündigen. Das ist jedenfalls ein Termin zu Vormerken. Am Freitag, 5. November lädt die Katholische Aktion dazu ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen für eine gerechte Gesellschaft, zur Bekämpfung der Armut, zur Bewahrung der Umwelt, für ein gutes gesellschaftliches Miteinander.

Vier kreative Outdoor-Aktivitäten

Sommer. Sonne. Outdoor. Wir haben da alle so unsere Assoziationen. Ich möchte heute vier kreative Varianten für Outdoor-Aktivitäten vorstellen - auch als Anregung, wie öffentlicher Raum neu und anders gesehen und genutzt werden kann.
Ich mag sowas wirklich gerne, solche Aktionen sind politisch und doch ganz konkret. Unsere Welt wurde von Gott allen Menschen geschenkt, nicht nur den Motorisierten oder Reichen. Auch die Städte!

Scheiß auf Myspace, Scheiß auf Facebook, Scheiß auf Twitter

Ich glaube, das heiße Wetter führt dazu, dass manche Leute Lust auf mehr Offline entwickeln, in der Fastenzeit hatte ich auch den Eindruck, dass da manche ganz bewusst eine Social Media Pause eingelegt haben. Gut so - muss ja nicht für immer sein und der Laptop auch nicht gleich im Klo landen ;-) Passend zum Thema habe ich via ProBlog dieses Video entdeckt. Viel Spass, bei was auch immer ...

Fair unterwegs - ein Webtipp

Für viele steht der verdiente Urlaub in den nächsten Monaten an. Auf der Website http://www.fairunterwegs.org finden sich fundierte Informationen über "anderes" Reisen, zur Verfügung gestellt von Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung in der Schweiz, an dem auch viele kirchliche Organisationen beteiligt sind. Zudem gibt es ein Forum und einen Blog zum Austausch. Die Seite ist meiner Meinung nach aufgrund des hohen Informationsgehalts ein herausragender Beitrag zur Bewahrung unserer Schöpfung.

Meer

Besonders interessant finde ich die Länderabfrage. Dort bekommt man/frau nicht nur die "klassischen" länderspezifischen Informationen, sondern es geht z.B. auch um Menschenrechte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Mit der Transportenergiebilanz wird gleich klar, wie schädlich Flüge für unser Klima sind, mit dem bei den meisten Ländern aufgelisteten durchschnittlichem ökologischen Fußabdruck aber auch, welche Weltgegenden wirklich die Ressourcenverschleuderer sind und welche nicht. Die Schweiz ist der Vergleichsrahmen, aber das macht wohl wenig, denn so groß dürften die Unterschiede zwischen der Schweiz und Österreich wohl nicht sein.

Ich selbst fahre dieses Jahr Ende August nach Italien. Und zwar mit dem Zug. Und du?

Foto: mikebaird