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Bahn - wohin fährst du

Besorgniserregend sind die Berichte über die Zukunftspläne der Bahn. Nur noch Haltestellen mit hoher Frequenz sollen bedient werden. Ständig neue Diskussionen über Einsparungen bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Sowohl ökologische als auch soziale Gründe sprechen meiner Meinung nach für Investitionen in ein gutes Netz. Als ökologischer Grund hier nur die aktuellen Feinstaubmesswerte.

Wird bedacht wieviel die Haltung eines Autos monatlich kostet und die Erhaltung des Straßennetzes - stellt sich die Frage: wer sich das wohl nicht leisten kann?

Eins, zwei, drei - Aktionstag

Am 8. März ist es wieder soweit: Weltfrauentag! Der Internationale Frauentag wird seit 1921 an diesem Tag begangen. Die zentralen Forderungen in der Entstehungszeit waren die Gleichberechtigung von Frauen, bessere Arbeitsschutzgesetze und um das Frauenwahlrecht.
Das Datum wurde festgelegt, weil am 8. März 1908 Arbeiterinnen einer New Yorker Textilfabrik in Streik traten, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Bei diesem Streik starben 129 Arbeiterinnen nach Ausbruch eines Feuers. Die Arbeiterinnen waren in der Fabrik von Fabrikbesitzern und Aufsehern in die Fabrik eingeschlossen worden, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern.

Der 3. März ist der Tag des arbeitsfreien Sonntag

Sonntag

... und ich habe dazu passend dieses wirklich nette Pic entdeckt (Quelle), das zwar aufs Wochenende verweist, aber die Sache doch ganz klar auf den Punkt bringt: Wir brauchen alle miteinander eine Auszeit von Alltag.

Die KAB der Diözese St. Pölten weist in einer Aussendung auf die zunehmende Bedrohung des Sonntags hin und fordert einen EU-weiten Schutz des arbeitsfreien Sonntags. 

Da mach ich nicht mit! Argumente gegen rechte Sprüche. Eine Leseempfehlung von Land der Menschen

Wir kennen das - Eine typische Situation am Stammtisch, grauenhafte Sprüche - gegen die Ausländerinnen und Ausländer gehts wieder einmal. Und dann gehts frustriert nach Hause, weil wieder mal im richtigen Moment die passenden Gegenargumente und Kommunikationsstrategien nicht eingefallen sind. Abhilfe schafft das Büchlein "Da mach ich nicht mit! Argumente gegen rechte Sprüche", das Land der Menschen nun schon in zweiter Auflage herausgegeben hat. Marion Wisinger gibt darin nützliche Tipps für den Umgang mit solchen schwierigen Situationen und man_frau erfährt eine Menge an Fakten zum Thema MigrantInnen in Österreich. Obendrein ist das Büchlei superhübsch geworden, finde ich. Doch schaut selbst:

Wer es lieber gleich in Händen hält - Bestellungen an landdermenschen.ooe@aon.at

Arbeitsfreier Sonntag: Kein Anlaßfall oder doch Salamitaktik? Zu den Aussagen von Wirtschaftskammerpräsident Leitl

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In der heutigen OÖ. Krone kritisiert Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl in einem Interview den Fastenhirtenbrief von Bischof Schwarz. Ihn erzürnt die Aussage, dass "zunehmende Begehrlichkeiten der Wirtschaft" den arbeitsfreien Sonntag bedrohten. Dafür gebe es keinen aktuellen Anlass. Leitl stehe hinter der Vereinbarung mit dem emeritierten Bischof Aichern, dass "der Sonntag kein Alltag, sondern ein Tag der Ruhe, des Innehaltens und der menschlichen Begegnung" ist.

Sehr geehrter Herr Dr. Leitl, wenn das stimmt, dann frage ich mich ...

Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung Oberösterreich im Linzer Landhaus

Landauf, landab wird derzeit zum Fastensuppenessen geladen. Denn die Katholische Frauenbewegung meint "Teilen macht stark" und unterstützt im Rahmen der Aktion Familienfasttag entwicklungspolitische Projekte. Heute gab es das Benefiz-Suppenessen im Linzer Landhaus. Hier einige Impressionen (erstmals nicht nur Fotos, sondern auch ein selbstproduziertes Video), da weitere Informationen zur erfolgreichen Veranstaltung.

Lecker waren sie die Suppen - aber wenn es für eine gute Sache ist, schmeckt es nochmal so gut!

Weitere Videos: Mittagsgebet und Bericht von Brigitte Handlbauer über eine kfb-Sensibilisierungsreise nach Nordostindien

"Sei Teil einer runden Sache" ...

... heisst es derzeit beim entwicklungspolitischen Netzwerks Enchada der Katholischen Jugend Österreich. Das Projekt runde Sache hat sich zum Zielgesetzt, alte und nicht mehr verwendete CDs, DVDs und CD-ROMs zu sammeln und wieder zu dem Kunststoff Polycarbonat zu recyceln.
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Polycarbonat ist eine wertvolle Ressource, die sehr gut recycelt werden kann und z.B. wieder zur CD Herstellung verwendet wird. Sie kann aber auch in der Computerindustrie oder Medizintechnik wieder eingesetzt werden.Begleitend macht das Projekt Bildungsarbeit und es gibt einen Kreativwettbewerb.

Sammelboxen stehen mittlerweile österreichweit, in Oberösterreich derzeit im JAM in Kremsmünster, im Franziskushaus in Ried im Innkreis und im Pastoralamt in Linz. Aber es können ruhig noch mehr werden - denn weitere Plätze für Sammelstellen werden gesucht.

Eine feine Sache, sag ich da.

Nachtrag zu ArbeitsFAIRteilung

Rund ums Thema Arbeit / Arbeitslosigkeit / Umbewertung von Arbeit gibt es einiges nachzulesen in Information-Diskussion, Ausgabe Februar 2010. Interessant finde ich die Beiträge über komplementäre Arbeitsformen, integrative Leitvisionen, neue Arbeit usw. Diese Visionen weiten den Blick über die Erwerbsarbeit hinaus auf andere Arbeitsbereiche (Reproduktionsarbeit, Bürgerarbeit z. B.) und zeigen, dass Veränderungen des  "Mobile-Teilchens" Erwerbsarbeit nur im größeren Zusammenhang diskutiert werden können.

Teilen macht stark.

plakat familienfasttagDie Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung (KFB) verbindet den Gedanken des Fastens mit dem Gedanken des Teiles - und damit des Empowerments von Frauen in den Ländern des Südens. Seit 1958 wird eingeladen, als Zeichen der Solidarität mit hungernden Menschen nur eine Suppe oder eine einfache Speise zu essen und das dadurch ersparte Geld für Hilfsprojekte zu spenden. Das Motto "Teilen macht stark" macht deutlich, dass so nicht nur entwicklungspolitischen Projekten (heuer in Indien, auf den Philippinen und in Kolumbien) unterstützt werden, sondern dass die bewusste Wahrnehmung manchen Überflüsses hier in Westeuropa für uns selbst ein wichtiger Reflexionsschritt ist. So oft ist die Rede von einer Welt, so selten gibt es wirklich verbindende Schritte. Wie notwendig diese sind, macht auch das heurige Schwerpunktthema der mit dem Familienfasttag verbundenen Bildungsarbeit deutlich: Es geht um den Klimawandel, der auf die Länder des Südens noch fatalere Auswirkungen hat als auf uns in Europa. 

Mein, dein und unser Radweg. Mybikelane bietet Hilfe zur Selbsthilfe für verärgerte RadfahrerInnen.

Nicht nur für AutofasterInnen, sondern für alle RadfahrerInnen, stellen parkende Autos oder sonstige Hindernisse auf Radwegen eine alltägliche Belästigung dar. In den Städten gibt es sowieso wenige Verkehrsflächen, die exklusiv für RadfahrerInnen zweckgewidmet sind und selbst diese werden von rücksichtslosen Menschen oft als Parkplatz fürs Auto missverstanden. Ich habe den Eindruck die Polizei kontrolliert da zuwenig, denn eigentlich müsste das ein "gutes Geschäft" sein, auf Radwegen Strafzettel zu verteilen. Aber vielleicht gibt bei den meist selbst vor allem autofahrenden PolizistInnen auch zuwenig Bewusstsein dafür?

ArbeitsFAIRteilung

"Bevor i d'Hackn verlier, hab i liaba Kurzarbeit", sagte gestern ein Verwandter zu mir. Bereits im Vorjahr hatten sie in seiner Firma Kurzarbeit. Immer wieder verlängert dauerte sie letztendlich das gesamte Jahr, als Alleinverdiener mit drei Grundschulkindern wurde es finanziell spürbar enger - aber es war zum Auskommen.
Kurzarbeit kann bedeuten, vorhandene Arbeit fair aufzuteilen und: sie kann den Blick öffnen für das Leben außerhalb der Erwerbsarbeit. Ich vermute, so mancher kam auf den Geschmack und merkte plötzlich, wie angenehm es ist, wenn die Berufsarbeit nicht das ganze Leben frisst.
Also warum nicht generell weniger erwerbsarbeiten? Es gibt genug andere, notwendige  Arbeit, die getan werden muss, damit unser Leben und unsere Gesellschaft gut funktioniert. Dass sich Kurzarbeit (= kürzere Normalarbeitszeit) organisieren lässt, hat das vergangene Jahr gezeigt. Also bleibt die Frage nach dem Willen zur Umsetzung. Und die Frage nach einem angemessen Einkommen zum Auskommen. Doch diese Frage stellt sich für viele so oder so.

Fasten: Auf dem Weg zur Fülle

„Fasten“ und „Fülle“ – könnte glatt ein Widerspruch sein. Stimmt. Wenn man Fülle als "Völlern", "Saufen" oder "Fressen" versteht, so wie es Jesus unterstellt wurde (Mt 2,19: „Der Menschensohn ist gekommen, er ißt und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen“). Aber, das sagt der zweite Halbvers: Und doch hat die Weisheit recht bekommen.

Wie ist das nun mit dem Fasten und der Fülle?

Fasten kann sehr traditionell als Verzicht auf gewisse Lebensmittel oder
Dinge verstanden werden. Es gibt viele im Trend liegende Optionen:
Twitter-Fasten, Stress-Fasten, Autofasten… Auf welches Ziel hin, könnte eine sehr hilfreiche Frage sein. Ich verstehe Fasten als „Sich-Lösen“ von Dingen oder Gewohnheiten, die etwas sehr Schönes und Wertvolles be-Schatten oder verhindern: Leben in Fülle (Joh 10,10: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu
vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“).
Die Elberfelder Bibel kennt noch eine Steigerung von „Fülle“: „Überfluss“ („damit sie Leben haben und esin Überfluss haben“). Toll, welche lebensbe-ja-hende Botschaft Jesus rüberbringen wollte:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben – in Überfluss!

Aschermittwoch oder das Bewusstsein der strukturellen Sünde fehlt

Abnehmen. Mehr Bewegung. Gesünder ernähren. Keinen Alkohol. Wieder mehr Zeit für die Familie. Das Gebet, die Bibel wieder in das Leben einbauen. Zeichen der angebrochenen Fastenzeit. Viele Menschen machen sich auf den Weg, körperlich, mental und spirituell. Ich stelle fest, dass viele dieser “Umkehr-Aspekte” individueller Natur sind. Dabei braucht die Gesellschaft als Ganze die Umkehr zu ethischem Verhalten, zu einem ethischen und solidarischen Handeln. Hier passieren die größten Sünden. Sünde bedeutet Absondern von einer jesuanisch geprägten Gesellschaftsdynamik, wie sie in der Bergpredigt angedeutet wird.”
Nicht nur individuell, sondern auch strukturell umkehren
Das Autofasten zum Beispiel beinhaltet diesen Aspekt. Es kommt darauf an, das ganze Mobiblitätssystem zu hinterfragen und auf Veränderungspotentiale hin zum Gehen, zum Fahrradfahren und zum offentlichen Verkehrsmittel anzuschauen. Das Auto zerschneidet unsere Lebenswelten und entstellt unseren Blick auf Nähen und Distanzen.
Prof. Michael Rosenberger hat im OÖN-Interview zum Aschermittwoch 2010 ebenfalls dazu aufgefordert, die strukturelle Schieflage der Gesellschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Gemeinwesen darf und muss sich von Tendenzen lösen, die Solidarität, Gerechtigkeit und Zusammenhalt zerstören.
Interview mit Michael Rosenberger:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,337784

Die 10 Gebote animiert

Die 10 Gebote sind wohl (hoffentlich!?) so ein bekannter kultureller Code, dass sie selbst für Menschen, die nicht so gut englisch können, in dieser Sprache verständlich sind. Ich habe (via Reliblog) eine schöne typografische Animation davon entdeckt. Enjoy!

The Ten Commandments - motion (kinetic) typography from Vit Ryznar on Vimeo.

Twitter-Fasten

Autofasten [auf ThemaTisch, Homepage, Facebook, Twitter] ist ja schon ein innovativer Ansatz des Fastens. Es geht dabei um eine Form von zeitgemässen Konsumverzichts und damit ein Zeichen für sanfte Mobilität und gegen den Klimawandel.

Jana Herwig alias Digiom, Medienexpertin und Universitätsassistentin an der Uni Wien, hat sich nicht nur für den Verzicht auf Alkohol, Zucker und Fleisch entschieden, sondern verzichtet bis Ostern auch auf das Twittern und hat das nicht nur im Blog, sondern auch mittels einer letzten Meldung in diesem Kurznachrichtendienst mitgeteilt.


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