Romero lebt!
Die Katholische Männerbewegung gedenkt Erzbischof Oscar Romero am heutigen 30.Todestag mit den Worten "Er ist ein Vorbild für Zivilcourage".
Den Pressetext und ein Interview mit Weggefährten von Erzbischof Romero finden Sie auf der Homepage der KMB-Linz unter http://www.dioezese-linz.at/kmb
Die KMB-Österreichs verleiht einen "Romero-Preis" an Personen mit besonderem Engagement. Heuer bekommt am Fr., 19.11.2010 Frau Saria Amilen Anderson aus Tansania diese Auszeichnung in Wels.
Mit einem Paukenschlag gegen die Gewalt an Frauen
Mit lautem Trommeln machten Schülerinnen der landwirtschaftlichen Fachschule Kirchschlag auf ein Thema aufmerksam, das normalerweise nur hinter verschlossener Tür existiert und totgeschwiegen wird: Gewalt gegen Frauen. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen hisste die Katholische Frauenbewegung in Oberösterreich zusammen mit der Diözesanen Frauenkommission eine Flagge mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“. Sie wird bis zum 10. Dezember hängen bleiben und macht auf die internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" aufmerksam.
Jede fünfte Frau erlebt Gewalt in ihrem eigenen Zuhause. Gewalt ist vielfältig in ihrer Erscheinung. Zum einen die körperliche Gewalt. Erst am Wochenende erzählten meine Schwiegereltern von einer Frau, die ihren Mann wegen Gewalt in der Ehe angezeigt hat. Gewalt gegen Frauen bedeutet aber auch psychische Gewalt: Beschimpfen, bedrohen, unterdrücken, einsperren. Wieder tauchen verschiedene Situationen vor meinem geistigen Auge auf – eine Frau, die jahrelang um Geld betteln musste, damit sie Kleidung für die gemeinsamen Kinder kaufen konnte. Oder Frauen, die von ihrem Mann lächerlich gemacht werden. Ich bin erschrocken und entsetzt, wie viele persönliche Beispiele mir zum Thema Gewalt gegen Frauen einfallen, wenn ich darüber nachdenke. Die Cap Anamur und das europäische Grenzregime
Nicht im Mainstream mitmachen
Viele kennen den Film "Hasenjagd - Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" von Regisseur Andreas Gruber. Er berichtet über den Ausbruchsversuch von fast 500 sowjetischen Kriegsgefangenen aus dem KZ Mauthausen und der anschließenden "Jagd" auf sie. Doch es gab auch andere, wenige Andere, die den Entflohnen zu essen gaben oer sie versteckten. Einer von ihnen war Alfred Langthaler, die vor wenigen Tagen 85-jährig verstorben ist. Im Bericht in den OÖN wird deutlich, was es für ihn und seine Familie bedeutet hat, nicht im Mainstream der Menschenjagd mitzumachen, sondern zwei Männer am Heuboden des Bauernhofes zu verstecken.
Solche Menschen brauchen wir auch heute genauso!
Der Film "Hasenjagd" kann übrigens im Medienverleih der Diözese Linz ausgeborgt werden. 