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Glaube

"Sie befinden sich noch immer auf der schnellsten Route ..."

…tönte es aus unserem Navi, obwohl wir bereits eine halbe Stunde im Stau steckten. Irgendwann konnten wir es dann nicht mehr hören und ich hab kurzerhand den Ton abgeschaltet. Der Ärger Teil des Staus zu seins war schon groß genug und die unentwegte Ansage des Navis verstärket ihn nur. Im Nachhinein betrachtet war der Ärger völlig unangebracht, denn wir hatten keine Zeitvorgabe um den Zielort zu erreichen, nur jene des Navis. Nicht wenig von uns führen ein Leben auf der schnellsten Route und überprüfen auch immer wieder ob es auch noch die schnellste Route ist, denn sonst geht  es geradewegs auf die Überholspur.

Neue Missionierung für Europa nötig?

Wie heute (12.10.2010) in mehreren Medien (z. B.: orf.at [1]) berichtet wird hat Papst Benedikt XVI. an der römischen Kurie ein Ministerium für Neuevangelisierung gegründet. Dieser neue „Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung“ soll Wege und Mittel erarbeiten, wie die christlich katholische  Botschaft in den säkularisierten (verweltlichten) Ländern, also vor allem in Europa und den USA, wieder stärker verwurzelt werden kann.

Treten Sie aus, treten Sie ein!

Ein viel diskutiertes und immer brisanter werdendes Thema im kirchlichen Kontext ist der Kirchaustritt. Der Wiedereintritt in die Kirche hingegen beschäftigt die Evangelische Kirche in Deutschland. Dazu habe ich heute Früh einen interessanten Artikel in der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ gelesen. Der Kircheneintritt sei mehr tabuisiert als der Kirchenaustritt. Dieses Wissen bewegte die Evangelische Kirche in Deutschland dazu, Wiedereintrittsstellen ins Leben zu rufen. 140 solcher Stellen gibt es mittlerweile in Deutschland, sie befinden sich in Kirchen, Buchhandlungen, sind aber auch bei kommerziellen Hochzeitsmessen anzutreffen. Im Umkreis von Wiedereintrittsstellen stieg die Zahl der (Wieder-) Eintritte signifikant an, bilanziert die Evangelische Kirche. Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, seien als „Menschen mit einem eigenen geistlichen Weg“ zu betrachten, „auch wenn dieser sie zwischenzeitlich von der Kirche fortgeführt hat“. (DIE ZEIT, 26.11.2009, Nr. 49) Fast die Hälfte der jährlichen neuen Mitglieder der Evangelischen Kirche sind Menschen, die der Kirche den Rücken gekehrt hatten und sich nun zu einem Wiedereintritt in die Gemeinschaft entschlossen haben. Ist es also eine Option, auch der Katholischen Kirche, sich verstärkt den Ausgetretenen zuzuwenden? Der ganze Artikel: http://www.zeit.de/2009/49/Kirche Studie zu Kirchenaustritten und Bericht auf der Homepage der EKD http://ow.ly/HP8U Foto: realname

Glaube gibt Halt

Glaube ist nichts "Abgehobenes", sondern lebendiger Bestandteil unseres Alltags - diese Botschaft möchte die Kampagne glaubenswert vermitteln. Die Katholische Kirche in Oberösterreich hat damit bisher vor allem bei vielen ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen dazu angeregt, über den eigenen Glauben nachzudenken und mit anderen darüber zu kommunizieren. Mit dem Schwerpunkt Glaube gibt Halt wird nun ein das Thema verstärkt an die Öffentlichkeit getragen - sie soll Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen ansprechen, im Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln genauso wie rund um Kirchen oder in den eigenen vier Wänden. Plakate im öffentlichen Raum, Radiospots auf Life-Radio, eine Beilage der Kirchenzeitung "inpuncto", aber auch ein Bilderbuch für Kinder laden ein, sich selbst zu fragen, wo denn der Glaube spürbar ist und lebbar wird. Dort wo Berührendes angesprochen wird, wird die Sehnsucht nach Mehr deutlich. Und: Glaube ist keine "Privatsache", er muss im Alltag spürbar werden. Auf ThemaTisch laden wir ein zur Diskussion, auf Glaube gibt Halt finden sich alle Informationen zur Kampagne.

Wie soll ich glauben als Feministin?

Feminism Im Blog Mädchenmannschaft gibt die Politologin Antje Schrupp (Homepage, Blog), die einige Semester evangelische Theologie studiert hat, darüber Auskunft, was für sie als Feministin Glaube und Frömmigkeit bedeutet. Die vierteilige Serie, die heute beendet wurde, ist trotz (oder wegen?) der Länge der Fragen und Antworten wirklich eine sehr anregende Lektüre. Teil 1 Fromm durch den Feminismus Teil 2 Teilhabe an etwas Größerem bringt Freiheit Teil 3 Gemeinsam für ein anderes Gottesbild Teil 4 Eine eigene Entscheidung Foto: PPCC Antifa