Alltag

Das Geschenk des Alltags

Den Alltag haben bereits viele für sich als spirituelle Quelle und Übungsfeld entdeckt. Auch mich fasziniert die Achtsamkeit auf das Alltägliche. Aber was heißt das? Für mich ist das nicht der Anspruch, das Banale zu perfektionieren, um das Alltägliche erst wieder zu etwas Besonderem zu machen. Achtsam zu sein auf den Alltag heißt für mich, die täglich wiederkehrenden Augenblicke, Bewegungen, Handlungen, Wortwechsel usw. nicht gering zu bewerten. Warum? Weil sich das Leben zu einem Großteil im ganz normalen Tagesablauf abspielt. Und wenn ich glaube, dass ich wert bin, zu leben, dann verstehe ich mein Dasein als Geschenk. Und über Geschenke freue ich mich, ich betrachte sie, bewundere sie vielleicht, oder ich ärgere mich auch darüber.

Jeden Tag stehe ich auf. Jeden Tag gehe ich schlafen. Ich esse, trinke, rede, schweige. Gewisse Dinge wiederholen sich an jedem normalen Tag. Und trotzdem sind sie jeden Tag ein bisschen anders oder ganz anders. Darin liegt ein gewisser Reiz, der die Tage auf eine ganz besondere Weise erfüllt und bis zu einem gewissen Grad auch erfüllend sein lässt. Noch reizvoller wird diese achtsame Betrachtung des Alltags, wenn ich den Blick auch immer wieder von mir selbst wegwende, um die Menschen in meiner näheren Umgebung bewusst wahrzunehmen. Manche Menschen sehe ich fast jeden Tag. Meine Frau, meinen Mann, meine Arbeitkolleginnen und –kollegen, vielleicht die Postbotin oder den Verkäufer im Supermarkt. Ich stelle mir Fragen wie „Woran denkt dieser Mensch gerade?“ oder „Was wird wohl der Grund für ihre gute Laune an diesem Tag sein?“.

Süßer die Kassen nie klingen, ...

allzu der Weihnachtszeit. Wer in den vergangenen Tagen und Wochen den Postkasten geöffnet hat, wird überschwemmt von einer Flut an Advent und Weihnachtsprospekten. Sobald das Fest Allerheiligen und Allerseelen vorbei ist beginnt das große Rennen ums Weihnachtsgeschäft. „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s den Menschen gut!“ dieses geflügelte Wort eines österreichischen Politikers klingt da in meinem Ohr. Auf dem Hintergrund dieses Satzes wirkt es schon etwas eigenartig, wenn große Konzerne Milliardengewinne einfahren und gleichzeitig Mitarbeiter dieser Unternehmen ihre Jobs verlieren. Dabei ist anzumerken, dass eine solche Entwicklung keine Neue ist. Seit Menschen wirtschaften gibt es den Drang immer mehr haben zu wollen. Bereits im alten Testament im Buch des Propheten Amos wird auf dieses Problem hingewiesen, dort heißt es: „Ihr sagt wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen die Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen.“ (Amos 8,5)

Glaube gibt Halt

Glaube ist nichts "Abgehobenes", sondern lebendiger Bestandteil unseres Alltags - diese Botschaft möchte die Kampagne glaubenswert vermitteln. Die Katholische Kirche in Oberösterreich hat damit bisher vor allem bei vielen ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen dazu angeregt, über den eigenen Glauben nachzudenken und mit anderen darüber zu kommunizieren. Mit dem Schwerpunkt Glaube gibt Halt wird nun ein das Thema verstärkt an die Öffentlichkeit getragen - sie soll Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen ansprechen, im Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln genauso wie rund um Kirchen oder in den eigenen vier Wänden. Plakate im öffentlichen Raum, Radiospots auf Life-Radio, eine Beilage der Kirchenzeitung "inpuncto", aber auch ein Bilderbuch für Kinder laden ein, sich selbst zu fragen, wo denn der Glaube spürbar ist und lebbar wird. Dort wo Berührendes angesprochen wird, wird die Sehnsucht nach Mehr deutlich. Und: Glaube ist keine "Privatsache", er muss im Alltag spürbar werden.

Auf ThemaTisch laden wir ein zur Diskussion, auf Glaube gibt Halt finden sich alle Informationen zur Kampagne.

Inhalt abgleichen
Auf den Tisch gebracht - meine, deine, unsere Welt. Übernehmen wir Verantwortung! ThemaTisch ist eine neue Blog-Community engagierter Christinnen und Christen. ThemaTisch ist auch in Social Networks präsent. Follow us!