#kirchenwunsch trotzte dem Regen
#kirchenwunsch twittern bei Wind und Regen
Wie herausfordernd es inhaltlich ist, einen #kirchenwunsch zu formulieren, hat Andi schon am Wochenende geschrieben. Wir haben es trotzdem getan am Freitag, 28. Mai und das in 140 Zeichen auf Twitter. Am Anfang noch unter guten äußeren Bedingungen, aber dann halt leider das Wetter doch nicht das gemacht, was es noch Mittag verheißen hat. Eine Zeit lang haben wir dem Wind und Regen getrotzt, doch gegen 21.30 Uhr hieß es Beamer, Laptops und Leinwand rasch einpacken und vor dem Regen beschützen.
Doch zwischenzeitlich war viel passiert, das Konzept ist aufgegangen, die Resonanz der BesucherInnen der Langen Nacht der Kirchen auf das Projekt #kirchenwunsch - So wünsche ich mir Kirche war durchgehend positiv, viele interessante Gespräche wurden geführt und so manche traten dann an den Laptop und formulierten ihren ganz persönlichen #kirchenwunsch. Auf der Twitterwall wurde dann gemeinsam beobachtet wie sich die Messages, die vor Ort getwittert wurden, mit Messages aus dem Internet mixten. Und selbst als wir unsere Wall vor dem Dom abbauen mussten, ging die Twitterei im Internet weiter. Ganz vereinzelt wurde der Tag #kirchenwunsch auch nachher noch verwendet, mal sehen, ob sich das weiter verbreitet - denn das Thema #kirchenwunsch, das Reden über die Kirche, ist ja wohl über einen Tag hinaus aktuell.
Kirche und FPÖ - "we agree to disagree"
Eigentlich habe ich mit der FPÖ vor allem was zu tun, wenn ich als Demonstrantin bei einer Gegendemo zu einer HC Strache Veranstaltung dabei bin, aber bei der Diskussionsveranstaltung des Sozialreferats der Diözese Linz zu Kirche und FPÖ konnte ich ob des interessanten Themas doch nicht widerstehen, mich auch mal auf ein anderes Format der Auseinandersetzung mit dieser Partei einzulassen. Es hat sich gelohnt und war aufschlussreich, obwohl ich emotional sowas nicht ständig aushalten könnte.
Denn neben allen interessanten Inhalten ist mir vor allem die Stimmung im Gedächtnis, die nicht nur etwas mit dem FPÖ-Vertreter NR-Abgeordneter Lutz Weinzinger zu tun hatte, sondern auch mit dem Publikum. Selten erlebe ich soviel Menschenverachtung auf einem Fleck wie in den Statements mancher Anwesender zu Ausdruck kam. Einzig positiv ist aber, dass es trotzdem gelungen ist, ein Stück weit miteinander in Gespräch zu kommen, auch dank einer freundlichen, aber bestimmten Moderatorin, Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer vom Sozialreferat, die die Veranstaltung mit den Worten "We agree to disagree" schloss. Wenn die Stimmung derartig agressiv und menschenverachtend ist, schwanke ich selbst zwischen Aggression und Resignation beim Gedanken an die Wahlergebnisse der FPÖ, gerade wenn ich daran denke, dass etwa 29% der Menschen unter 30 dieser Partei bei der letzten Landtags-Wahl in Oberösterreich ihre Stimme gegeben haben.
Doch zum Inhalt der Debatte:
