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Für eine Finanztransaktionssteuer!

474331442_1e3a9cff4c_mBankenkrise, Kollaps des Finanzmarktes, Bankenmilliarden und Finanzskandale - und auf der anderen Seite öffentliche Haushalte mit immer weniger Spielraum für Daseinsfürsorge wie Soziales und Gesundheit. Der Schere zwischen Reich und Arm geht noch mehr auseinander.

Eine (wenn auch nicht die einzige) mögliche Strategie dem entgegenzuwirken, wäre die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die wie Markus Schlagnitweit von der Katholischen Sozialakademie bezugnehmend auf eine WIFO-Studie ausführt, die Finanzmärkte stablisieren würde und gleichzeitig, selbst wenn diese sehr niedrig bemessen ist, hohe Erträge für die öffentlichen Haushalte bringen würde, weil die Umsätze auf den Finanzmärkten hundertmal höher sind als die Umsätze der Realwirtschaft, das BIP.

Wer diese Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer unterstützen möchte, kann dies auf Initiative von ThemaTisch in Kooperation mit der Katholischen Sozialakademie ganz einfach auf Facebook tun. 

Foto: kiki follettosa

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Junior

SP-Gusenbauer und VP-Molterer für Finanztransaktionssteuer http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F277723.html Was beide nicht dazu sagen ist, dass diese Steuer jeden in Österreich betrifft, a) der eine Versicherung hat. b) der eine private Pensionsvorsorge hat. c) der in Abfertigung neu (Mitarbeitervorsorgekassa) fällt.
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Steuerzahlerin

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20090503_OTS0014 "Diesen Herbst, spätestens aber bis Ende des Jahres muss die EU-Kommission einen konkreten Vorschlag für eine europaweite Finanztransaktionssteuer vorlegen. Angesichts der Wirtschaftskrise müssen wir jetzt in Europa Nägel mit Köpfen machen. Bei einer Besteuerung von Finanztransaktionen in Höhe von nur 0,01 Prozent könnten europaweit mindestens 60 Milliarden Euro lukriert werden. Die Einnahmen aus dieser Steuer sollen zweckgebunden für die Schaffung neuer und zukunftssicherer Arbeitsplätze verwendet werden", forderte heute ÖVP- Europaklubobmann Mag. Othmar Karas. "Eine solche Besteuerung bedeutet bei einer Transaktion von 1000 Euro nur 10 Euro Steuerbelastung. Ein kleines Packerl für den Finanzmarkt, ein großes Paket für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Das ist Europapolitik mit Augenmaß und Verantwortung, das ist ein konkreter europäischer Mehrwert für die Menschen", betonte Karas.
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andrea

Ja, das stimmt schon, dass natürlich immer die Gefahr besteht, dass Unternehmen wie Versicherungen neue Steuern auf ihre KundInnen umlegen. Darum bin ich aber nicht dagegen, sondern vielmehr für ergänzende Regelungen, die sowas verhindern. Und: Danke für die Linkhinweise!
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Joe

@ Andrea Es besteht überhaupt keine Gefahr, dass Versicherungen neue Steuern auf Konsumenten umlegen. Das ist keine Gefahr, das ist eine Tatsache. Andrea, ein Unternehmen ist die Summe seiner Kunden. Von wo glaubst du denn kommt das Geld eines Unternehmens, der Umsatz, her. Das Geld eines Unternehmens = das ausgegebene Geld der Kunden.
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Joe

@ Andrea "Darum bin ich aber nicht dagegen, sondern vielmehr für ergänzende Regelungen, die sowas verhindern." Du forderst also zu Raub auf? Wie bitte???? Wem Andrea soll denn etwas Weggenommen (wenn dir "Raub" zu realisitisch klingt) werden?? .. bitte denk dir das nochmals durch, was du hier gerade gesagt hast.
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GLG

Hab eure Diskussion hier schon vorher gelesen und will jetzt doch auch noch was dazu sagen. Also.. Eine Steuer zahlt der Steuerzahler. Auch eine Unternehmenssteuer zahle ich als Konsumentin, weil es ja den Preis des Produkts verteuert. Oder eine Umsatzsteuer, weil die ja auf alles gilt. Ich muss das wissen, ich arbeite "bei der Steuer" ;-) GLG
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Gast

Die stille Enteignung in Österreich wird doch wirklich immer noch von manchen gefödert und gefordert. Bei einem Bruttoverdienst liegt die reale Steuerlast bereits bei über 50%. Von wegen Spitzensteuersatz. Das führt zu einer kontinuierlichen Verarmung der unteren und mittleren Schichten. Die Verhältnisse werden immer prekärer und munter werden die Steuern erhöht.
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magda

RTL über das große Geschäft der Hochfinanz mit dem Klima http://video.google.com/videoplay?docid=-284191183500847565# LiGrü, Magda
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Gast

Wieder so eine dumme Steueridee! und wer soll all das zahlen, wer hat so viel pinke-pinke..? Es ist so einfältig neue Steuern zu verlangen und zu hoffen, dass man dadurch selber reicher wird und andere ärmer. Außerdem ist es schäbig! hier neu: Bankensteuer :-))) http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/536404/index.do?from=gl.h...
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Kurti

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andrea

Ich bleibe dabei - es braucht ein gerechteres Steuersystem. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Ein Schritt in diese Richtung wäre die Finanztransaktionssteuer, die zudem auch stablisierend für diesen Sektor wirken würde. Übrigen, die Katholische Aktion hat zum Thema Steuergerechtigkeit eine wirklich empfehlenswerte kleine Broschüre herausgegeben: http://www.thematisch.at/glaubst-du-noch-m%C3%A4rchen
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Karin T.

Ich glaub auch das immer wir alle Steuern zahlen.
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Hans

Ausgerechnet jetzt eine zusätzliche Steuer für Banken einzuführen, ist, politisch betrachtet, eine wunderbare Idee. Schließlich werden damit jene Reflexe bedient, die in einem Wahljahr, in dem noch dazu der Kampf um Wien auszutragen ist, besonders viel politisches Kleingeld bringen können: Neid, Missgunst; und es werden unterschwellig die vermeintlich eindeutig Schuldigen am Wirtschaftsdesaster der vergangenen zwei Jahre geliefert. Dass es vor allem die Aufsichtsbehörden waren, die versagt haben, lässt sich ja kaum kurz und prägnant erklären. Durchgerechnet hat den Vorschlag, der momentan in Österreich auf dem Tisch liegt, offenbar aber noch niemand so richtig. 0,07 Prozent Steuer auf die Bilanzsumme wäre schon jetzt eine weitaus höhere Belastung als die anvisierten 500 Millionen € pro Jahr. Und dabei ist noch gar nicht ­berücksichtigt, dass sich das regulatorische Umfeld für die Finanzbranche in den kommenden Monaten dramatisch ändern könnte. Sollte es dazu kommen, dass Banken auch ihr Leasing­geschäft zu einem großen Teil in die Bücher nehmen müssen, steigt die Bilanz­summe weiter. Konservativ geschätzt geht es dabei im Schnitt um ein Plus von rund ­einem Drittel. Ein Wachstumsschub, den das Eigenkapital in den meisten Fällen nicht mitmachen wird. Der Druck auf den Kapitalpolster könnte allein aus diesem Titel gewaltig steigen. Zusätzliches Drohpotenzial kommt aus der Richtung jener, die höhere Eigenmittelgrenzen verlangen. Der Zeitpunkt für eine zusätzliche Belastung der Banken könnte nicht schlechter gewählt sein. Oder glaubt irgendjemand, dass eine Hypo Alpe Adria und eine Volksbanken-­Gruppe jetzt auch noch eine Bilanzsummen-Abgabe verkraften? Mitleid mit der Branche spielt bei dieser Argumentation keine Rolle. Vielmehr ist es der Lern­effekt aus den jüngsten Finanzmarktturbulenzen: Banken sanieren sich immer auf Kosten ihrer Kunden – und im Extremfall zahlt der Staat die Rechnung. Wie ist es sonst zu erklären, dass gerade das Zinsergebnis für die meisten Branchenplayer der Schlüssel zum Erfolg ist? Niedrige Leitzinsen einerseits und satte Aufschläge für Liquiditäts- und Risikokosten andererseits sind eine solide Basis für gute Margen. Das bisschen Kreditklemme lässt sich ja ohnehin ganz leicht mit der mangelnden Investitionsbereitschaft der Unternehmen wegargumentieren. Der Populismus Bankensteuer ist blanker Unsinn. Geld, das den Banken jetzt abgeknöpft wird, wäre in der Budgetplanung ein Durchlaufposten. Ein Gutteil davon müsste wohl für jene klapprigen Institute reser­viert werden, die unter neuerlichen Belastungen zusammenzubrechen drohen. Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/409170/index.do?d...
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andrea

Ich mache mir mehr Sorgen um die steigende Armut in Österreich als um die Banken. Das Steuersystem wäre dafür da eine Umverteilung von Reich zu Arm zu gewährleisten, das passiert leider völlig unzureichend. Dass manchmal eine einzige Massnahme problematisch wirken kann, ist schon klar - aber irgendwo muss angefangen werden: Für mich sind Finanztransaktionssteuer und Bankensteuer Schritte in die richtige Richtung, wenn auch nicht genug. Die Kirche spricht von der "Option für die Armen" und davon, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht umgekehrt. Diese Gedanken wünsche ich mir als Leitbild für unser Steuersystem.
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Hans Hans

Prof. DDr. Felderer vom Institut Höherer Studien über das Problem der Überschuldung, die Möglichkeiten einer Vermögensbesteuerung in Österreich, und über die ausständige Arbeit der Regierungen zur Reduktion der Staatsschulden in Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und auch in Österreich. ORF Pressestunde vom Sonntag http://tvthek.orf.at/programs/1273-Pressestunde
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Gast

New York Times mit einer Grafik über die wechselseitige Verflechtung der Schulden in Europa - auch für Nicht-Ökonomen leicht verständlich http://www.nytimes.com/interactive/2010/05/02/weekinreview/02marsh.html?...
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andrea

Danke für die Links. Noch mehr würde mich eure persönliche Meinung interessieren!